Ungleichheiten sollen beseitigt werden. Kampf gegen Armut, bezahlbare und saubere Energie, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen gehören ebenso zu den Zielen wie hochwertige Bildung, sauberes Wasser und Sanitärversorgung. Natürlich spielt auch der Klimaschutz eine tragende Rolle. Die Klasse 8b der Duncker-Oberschule in Rathenow befasste sich Anfang der Woche in einem zweitägigen Workshop mit den UN-Zielen, unterstützt durch den Erfurter Verein "Spirit of Football". Es ging darum, ein Fundament zu legen für mehr Mitmenschlichkeit. Dadurch soll auch lokales Engagement für Nachhaltigkeit gestärkt werden.
Am Anfang stand die Frage für jeden Teilnehmer: Wer bin ich? Anhand von Spielerpositionen im Fußball, die bestimmten Charaktereigenschaften zugeordnet sind, fand jeder einen Platz für sich im Team - die meisten Jugendlichen fanden sich in der Gruppe der Fans und der Stürmer. Aber: "Alle Positionen sind wichtig", sagte Workshop-Leiter Andrew Aris. Diese seien auch auf den Alltag übertragbar, weshalb Aris ferner meinte: "Alle sind wichtig, wie auch in Eurer Klasse alle wichtig sind."
Das Fußballfeld war Mittel zum Zweck, um den Schülern sichtbar zu machen, dass es zu Torchancen kommt, wenn die Harmonie im Team stimmt. Stellen sich die Schüler der Klasse miteinander gut, können sie gemeinsam viel erreichen. Daher formulierten die jungen Spieler als Ziel für die weiteren Schuljahre, in einem guten Miteinander sich gegenseitig zu helfen und damit zu stärken.
Aber nicht nur Fußball spielte im Workshop eine Rolle, es wurden auch Themen  inszeniert. Jede der vier Gruppen, in die die Klasse aufgeteilt war, suchte sich eines der 17 UN-Ziele aus und stellte es in einem Stück so dar, dass die Mitschüler es erkennen konnten. Zwei Minuten Bühnenzeit war dafür vorgegeben.
"Die Schüler, entwickelten die Choreografie und gestalteten ihr Stück unter Anleitung selbst", erklärte Klassenleiterin Jana Brandstäter. Die Stücke wurden aber nicht nur in ihrer Zwei-Minuten-Fassung dargestellt, sondern auch gekürzt. "So wurde deutlich, welche Inhalte Bestand haben, wichtig sind", so die Lehrerin.
Mit Eifer seien die Schüler dabei gewesen, auf die die Pädagogin stolz sei, weil Probleme bereits vor dem Workshop angesprochen, besprochen und teils auch gemeinsam gelöst wurden. Befindlichkeiten zwischen den verschiedenen Jugendlichen, ob ihrer jeweiligen Herkunft gebe es in dieser Klasse wohl nicht. Damit das so bleibt, erinnert nun ein Plakat an den Workshop, auf dem das Ziel steht: "eine Schulzeit des Miteinanders".