Ihre Karriere begann bei der BSG Einheit Rathenow. 1956 in Melbourne und 1960 in Rom schwamm Christel Steffin (heute Schulz) bei olympischen Spielen in einer gesamtdeutschen Mannschaft. Bei den Sommerspielen in Tokio (1964) bildeten Olympioniken aus DDR und BRD letztmals eine sportliche Einheit. Daher gehörte der aus Rathenow stammende Hochspringer Jörg Freimuth in Moskau (1980) der DDR-Mannschaft an, zumal der Westen diese Spiele boykottiert hatte. Sein Zwillingsbruder, Zehnkämpfer Uwe Freimuth, startete 1988 in Seoul auch allein für die DDR.

„Die kalten Ringe“: Dokumentarfilm über die olympische Sportgeschichte während des Kalten Krieges

Die drei in Rathenow geborenen Olympioniken werden am Montag, 27. September 2021, im Haveltorkino der Stadt erwartet. Dort beginnt um 19.00 Uhr ein Filmabend mit Zeitzeugengesprächen.  Gezeigt wird die Dokumentation „Die kalten Ringe“. Im Mittelpunkt steht die geteilte olympische Sportgeschichte während des Kalten Krieges, der 1949 zur Bildung zweier deutscher Staaten geführt hatte. Obgleich es in den Jahren 1956, 1960 und 1964 gesamtdeutsche Mannschaften bei  Sommer- und Winterspielen gab, war der Sport doch ein Spielball der Politik.

Projekt gefördert - Eintritt frei

Zunächst zeigt die filmische Dokumentation „Die kalten Ringe“ die weitgehend vergessene Geschichte der letzten gemeinsamen Olympiamannschaft in Tokio.  In die sich anschließende Gesprächsrunde sind Regisseur Thomas Grimm und die Rathenower Olympioniken Christel Schulz sowie Jörg und Uwe Freimuth eingeladen. Es moderiert René Wiese vom Zentrum deutscher Sportgeschichte in Berlin. Gefördert wird dieses Projekt durch den Landkreis Havelland und den Aktionsfond Partnerschaft für Demokratie Westhavelland. Der Eintritt ist daher frei.