Rathenow wurde 1216 erstmals urkundlich erwähnt. Das Stadtrecht erlangte der Ort 1295. Die ursprüngliche Kommune wurde ummauert und mit einem sie umgebenen Kanal versehen. Auf ihrer höchsten Stelle steht die Sankt-Marien-Andreas-Kirche als Zeitzeugin der Altstadtentwicklung seit dem 13. Jahrhundert. 

Bis 1715 durch die Havel getrennte Rivalinnen

Indessen sind die Alt- und die Neustadt in Brandenburg an der Havel zwei Gründungen des 12. Jahrhunderts. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die 1196 erstmals erwähnte Neustadt rund 25 Jahre jünger ist als die Altstadt. Die durch die Havel getrennten Kommunen hatten jeweils eigene Mauern, Tortürme und Pfarrkirchen. Sie waren teils sogar Rivalinnen. Die Zeiten änderten sich dramatisch im 18. Jahrhundert. Auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. wurden Alt- und Neustadt 1715 zu einer Kommune zwangsvereinigt.

Bau der Neustadt ab 1733

  Indessen meißelte sich der sogenannte Soldatenkönig auf andere Weise in die Stadtgeschichte Rathenows ein. Auf seinen Befehl hin wurde 1733 die Kommune zur Garnisonsstadt, damit einher ging der befohlene Baustart für die Neustadt. Rathenow wuchs nun in östliche Richtung über die Mauern der Altstadtinsel hinaus und bot mehr Quartier für preußische Offiziere und Soldaten. 2033 könnte es also in der Neustadt eine 300-Jahrfeier geben. Zeitzeuge der Entwicklung ist das barocke Kurfürstendenkmal auf dem Schleusenplatz. Denn es wurde zwischen 1736  und 1738 geschaffen.