"Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass dieses Stadtbild prägende Gebäude nicht in Vergessenheit gerät.  Denkbar ist zum Beispiel, dass aus den verbliebenen Stahlträgern des Kasinos eine Skulptur gestaltet wird", so Fraktionsmitglied Marcel Böttger. Laut Linke-Angaben  will man das Anliegen zur Beratung in den zuständigen Fachausschuss einbringen.
Das 1911 eröffnete Kasino an der Berliner, Ecke Bahnhofstraße, war zunächst Heimstätte für Offiziere, die ihren Dienst bei den seit 1851  in Rathenow stationierten Zietenhusaren (Brandenburgisches Husarenregiment Nr. 3) versahen und in der Bahnhofstraße wohnten. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs nutzte es die Rote Armee. Nach Abzug der GUS-Truppen (1994) verfiel  das Objekt zusehends, zudem brannte der Dachstuhl aus. Die vage Hoffnung, dass sich doch noch einmal ein Investor für das Offizierskasino finden würde, hatte die Stadtverwaltung 2018 aufgegeben.
Die neue Eigentümerin der Immobilie, die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR), ließ die Ruine im Vormonat mit finanzieller Unterstützung der Stadt platt machen. Das entsprach dem 2018 geschmiedeten Plan der Stadtverordneten. Was anstelle des Kasinos entstehen könnte, ist offen. Die KWR will die Fläche verkaufen.