Anfang April haben mit einigen Monaten Verzögerung die Bauarbeiten an der L98 zwischen Bamme und Rathenow begonnen. Seitdem führt die Umleitung aus Gräningen oder Rathenow über Nennhausen.
„Das Amt hatte beim Landkreis für die Zeit der Umleitung auf dem Abschnitt der Hauptstraße zwischen Abzweig Fontanestraße und Kreuzung zur B188 eine 30-km/h-Zone beantragt. Für die Umsetzung hatte sich auch Sebastian Steineke stark gemacht“, so Amtsdirektorin Ilka Lenke.

Tempo 30 auch nach Ende der Umleitung gewünscht

„Wir würden uns wünschen, dass diese 30er Zone auch nach der Umleitungsphase weiterhin bestehen bleibt. Zumindest zu Zeiten des Schülerverkehrs am Morgen und Nachmittags.“ Für den LKW-Verkehr galt bereits vor der Umleitung Tempo 30.
Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) besuchte kürzlich das Amt Nennhausen. Dazu traf man sich auch an der 30er Zone. Das Verkehrsaufkommen durch Nennhausen hat sich durch die Umleitung merklich erhöht. „Die Hürden für eine spätere Beibehaltung einer 30er Zone sind hoch“, erklärte Steineke. „So spielt das Unfallgeschehen und das generelle Verkehrsaufkommen eine Rolle.“

Kein Radweg an der L98 nach Rathenow

Eine Verkehrszählung gibt es bisher nicht. Aber das Amt bemühe sich, entsprechende Zahlen durch einen derzeit an der Strecke aufgestellten Radarmesswagen oder den temporären Geschwindigkeitsanzeiger vor der Grundschule, der auch das Verkehrsaufkommen registriert, vom Landkreis zu erhalten.
Die Bammer hatten sich im Rahmen der Bauarbeiten an der L98 nach Rathenow einen straßenbegleitenden Radweg gewünscht. Dieser Wunsch wird allerdings nicht umgesetzt. Der Landesbetrieb Straßenwesen zählte im Jahr 2015 innerhalb 24 Stunden 2.243 Fahrzeuge. Als Grundlage für die Planung der Straßenbauarbeiten ging man aber nur noch von künftig rund 1.000 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden aus.