Längst nicht mehr in die Tausende geht die Zahl der Amphibien, denen im Naturpark Westhavelland über die Landstraße zwischen Hohennauen und Parey geholfen wird. Im Frühling 2021 waren es nur knapp 1.200. Laut Naturpark-Rangerin Sabine Clausner fielen  in die am Amphibienzaun aufgestellten 95 Eimer insgesamt 1.181 Frösche und Kröten. Die Tiere wurden über die Straße getragen, damit sie bei ihrer Wanderschaft nicht überfahren werden.  Die alljährliche Aktion lief diesmal vom 3. März bis 17. Mai.

Knoblauchkröten am häufigsten vertreten

2021 seien Knoblauchkröten mit 1.060 Exemplaren am häufigsten vertreten gewesen, weit abgeschlagen alle anderen Amphibien, so die Naturpark-Rangerin bzw. -Wächterin: 64 Wasserfrösche, 33 Moorfrösche, 15 Erdkröten und 9 Grasfrösche. Teichmolche konnten in diesem Jahr überhaupt nicht registriert werden.

Rund 200 Tiere mehr als in den beiden Vorjahren

Im Vergleich zu den beiden Vorjahren seien immerhin etwa 200 Tiere mehr über die Straße gebracht worden, so Clausner weiter. Wenn man aber noch weiter zurückliegende Jahre betrachte, wanderten in 2017 und 2018 jeweils doppelt so viele und in den drei Jahren davor (2014, 2015, 2016) auch wieder doppelt so viele Amphibien. „An Zahlen um die 5.000 können sich die Krötenlotsen nur noch wehmütig erinnern“, sagt sie und vermutet als Grund für die aktuell geringen Zahlen  die sehr trockenen vergangenen Jahre.