Am 8. Mai trafen sich die Semliner zum großen Frühjahrsputz in ihrem Ort. Dem Aufruf folgten dutzende Bewohner aller Altersgruppen. Viele von ihnen waren als Müllhelden kostümiert: mit selbst gebastelten Masken, knallroten und giftgrünen Perücken und „Müllhelden“-Umhang.

Am See und an Straßen Müll gesammelt

„Ich freue mich über die große Beteiligung. Unser Ort selbst ist immer recht sauber. Gemeindearbeiter Bert Gröning leistet eine tolle Arbeit!“, so Ortsvorsteher Heiko Blankenburg. „Deshalb wollen wir vor allem am Ortsrand, an der Straße nach Rathenow und Richtung Ferchesar, im Wald und am See entlang Müll sammeln.“
In Familiengruppen zogen die Semliner für zirka zwei Stunden los. Teilweise auch mit „schwerem Gerät“, so wie Mitglieder der Semliner Jagdgenossenschaft. Markus Guthan zog mit seinem kleinen Traktor und Anhänger los. Ihn begleiteten der Ortsvorsteher, Ilka Virke mit ihrer Tochter sowie ihrem Klassenkamerad. Sein erster Fund am Seeufer in Richtung Lötze war auch gleich eine Teekanne.

Glasflaschen und Autoreifen am häufigsten gefunden

Aber vor allem leere Glasflaschen, die achtlos liegen gelassen wurden, füllten im Nu die Müllsäcke. Daneben fanden sich mehrere alte Auto- und gar ein Traktorreifen, der illegal entsorgt wurde. Uwe Dorst, der „Semliner Meisterangler“, kennt viele versteckte Ecken und trug jede Menge Müll zum Sammelergebnis bei.
Auch zwei Gartenstühle oder ein Dutzend Kalksandsteine wurden aus den Gebüschen gezogen. Die Steine sorgten noch für ein kleines Malheur. Durch das Gewicht brach auf dem Rückweg die Achse an und blockierte das rechte Hinterrad. So musste auf einen Ersatzhänger umgelagert werden. Der gesammelte Müll wurde auf dem Platz hinter der Feuerwache gesammelt und dann durch den Bauhof der Stadt abgeholt. „Eine tolle Aktion!“, so das Fazit des Ortsvorstehers Blankenburg.