Schon im 1803 erschienenen Buch "Denkwürdigkeiten der churmärkischen Stadt Rathenow" erwähnte Autor Samuel Christoph Wagener, dass in vorreformatorischer Zeit der katholische Probst von einem Haus hinter dem altstädtischen Rathaus, das es heute nicht mehr gibt, unterirdisch in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche gelangen konnte. Überdies tat 1957 der damalige Rathenower Pfarrer und Superintendent Georg Heimerdinger kund, dass unter dem Altar der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ein Gang aufgedeckt worden sei. Woher er sein Wissen hatte, ist unbekannt. Ein Nachweis gelang nie.
Indes kursieren in Brandenburg an der Havel mehrere Gerüchte über unterirdische Gänge. Das prominenteste fand Eingang in die Sagenwelt der Stadt. Es handelt sich um einen mutmaßlich vom Dom zum Marienberg (unter der Havel hindurch) führenden Gang, so es ihn denn gebe. Laut Sage wurde ein zum Tode verurteilter Delinquent, bei angebotener Erlassung seiner Strafe, samt Trommel durch den Tunneleingang im Dom geschickt. Er sollte trommeln, weil die Leute an der Oberfläche hören wollten, in welche Richtung der Mann lief. Er kehrte nie zurück.
Die Brandenburger Trommler-Sage ist nicht exklusiv. Es existieren derartige Geschichten auch in anderen Orten. Das offenbart die Google-Recherche. Etwa unter der Ostseestadt Wismar soll ein Gang vom Franziskanerkloster zur St.-Jakob-Kirche geführt haben. Hier soll der Trommler zur Zeit der Schwedenherrschaft (17. Jahrhundert) zum Einsatz gekommen sein. "Der Trommelschläger ging nun in den Gang hinein, und man hörte die Trommeltöne durch die ABC-Straße und die Altböterstraße bis zum Markt. Auf dem Markt verschwanden sie. Der Trommelschläger blieb auch verschwunden...", wie es online auf kinder.wismar.de heißt, ein Internetportal, dass wissbegierigen Kindern Stadtgeschichte vermittelt. Ein Instrument, dass es in Rathenow, Brandenburg an der Havel und anderen Trommler-Orten noch nicht gibt. So auch nicht im altmärkischen Stendal. Die dortige Überlieferung findet sich in der 1853 veröffentlichten  1.000-Sagen-Sammlung von Ludwig Bechstein (1801-1860).
Obgleich in Burg bei Magdeburg ebenso jeder Beleg für die wahre Existenz eines Tunnel erforschenden und verunglückten Mannes fehlt, steht doch in der Stadtmitte eine dem dortigen Trommler gewidmete Skulptur. Im mecklenburgischen Gadebusch gab man dem Trommler eine reale Gestalt. Kostümiert  und mit Instrument ist er dort als Stadtführer im Einsatz.