Landrat Lewandowski sagte während der Totenehrung: "Es ist heute umso wichtiger, daran zu erinnern, wie viel Leid und wie viel Schrecken Krieg und Gewaltherrschaft mit sich bringen. Und leider wird die Menschheit offenbar noch immer nicht klüger und zieht die Lehren aus der Vergangenheit. Deshalb ist es Jahr für Jahr wichtig daran zu erinnern, wie viele Menschen unter Krieg und Gewaltherrschaft gelitten haben und dabei umgekommen sind, in der Hoffnung, dass es irgendwann einmal nicht mehr nötig ist, daran zu erinnern", mahnte der Landrat in seiner Rede an die rund 50 Teilnehmer der Gedenkveranstaltung. Die anschließende Kranzniederlegung am Ehrenmal wurde von einer Delegation der Bundeswehr sowie dem Blasorchester Ketzin begleitet.
"Die Gedenkstätte wurde einst von der Industriellen-Familie Borsig gemeinsam mit den Behnitzern zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges errichtet", erläuterte Bürgermeister Meger in seiner Rede. Er dankte allen Beteiligten für die Wiederherstellung des Kriegerdenkmals, die mit der Pflanzung der dritten, bis dahin fehlenden Linde, abgeschlossen ist. "Ich hoffe, dass die zukünftigen Generationen – so, wie wir es heute tun, die Kriegsdenkmäler erhalten und pflegen. Möge dieses Denkmal und auch Mahnmal dazu beitragen, dass Frieden nicht nur unserer Generation, die fast schon seit 75 Jahren ohne Krieg leben und aufwachsen konnte,  sondern  auch unseren Kindern und Enkelkindern gegönnt sei", appellierte der Bürgermeister an die Gäste der Gedenkfeier.
Der Volkstrauertag wurde 1919 in Deutschland eingeführt, damals als Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges (1914-1918). Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich dieser Tag: Fortan sollte er zum Gedenken an die Toten der zwei Kriege an der Front und in der Heimat sowie an die Opfer von Gewaltherrschaft in aller Welt erinnern. Seit 1952 wird der Volkstrauertag zwei Sonntage vor dem Ersten Advent begangen.