Seit 26. Oktober lässt die Stadt in Rathenow-West die Fahrbahndecke der Genthiner Straße sanieren. Sechs Wochen lang kommt es auf der 1,7 Kilometer langen Ost-West-Achse, in zwei Bauabschnitten, jeweils zur abschnittsweisen Vollsperrung und damit zu besonderen Belastungen für Kraftfahrer und auch für die Anwohner. Wobei Fußgänger und Radfahrer  die Baustelle passieren können.

Erster Bauabschnitt bis 13. November

Der erste Bauabschnitt, bis 13. November, umfasst die Sanierung der Genthiner Straße zwischen Friedensbrücke und Friedensstraße. Die Vollsperrung beginnt hinter dem Einkaufszentrum am Schwedendamm und umfasst somit die Friedensbrücke. Die ausgeschilderte Umleitung in Richtung Stadtzentrum führt über die Friedensstraße und die Pfarrer-Fröhlich-Straße bis zum Abzweig Göttliner Straße, in Richtung Göttlin.
„Wir haben vorgeschlagen, dass die Umleitung bereits in die breitere Clara-Zetkin-, anstatt in die Pfarrer-Fröhlich-Straße umgeleitet werden sollte. In den Straßen hier gibt es keine Fußwege. So sind Schulkinder oder ältere Menschen mit Rollatoren gezwungen, auf der Fahrbahn zu laufen“, so die Familien Spanier und Dietrich im Namen vieler Anwohner. „Wir haben aber das Gefühl, dass unsere Vorschläge und Bedürfnisse, die wir gegenüber dem Bauamt vorgetragen haben, nicht ernst genug genommen werden. Zudem wurden wir zuvor nicht durch die Stadt informiert und die direkten Anwohner in der Genthiner Straße erst drei Tage vor Beginn der Baumaßnahmen.“

Kritik an einen Stadtverordneten herangetragen

Diese Kritik haben die Anwohner auch an einen Stadtverordneten im Bauausschuss, Karl-Reinhold Granzow (Die Linke), herangetragen. „Ich habe mir die konkrete Situation der Sperrmaßnahmen und Umleitung angesehen. Die Sanierungsarbeiten waren dringend notwendig. Da müssen wir jetzt alle gemeinsam mit entsprechenden Einschränkungen leben“, so der selbst betroffene Anwohner in Rathenow-West. „Mit einigen Punkten, wie die Umleitung durch die Pfarrer-Fröhlich-Straße, muss ich mich noch genauer beschäftigen. Die Sicherheit der Schulkinder und älteren Menschen in der Siedlung ist natürlich wichtig. Diese Fragen werde ich in einem Gespräch mit dem Bauamt besprechen. Man hätte die Anwohner sicher, auch mit einer veröffentlichten grafischen Darstellung über die Sperrungen und Umleitungsstrecken besser informieren können. Aber ich kann alle Anwohner nur in den nächsten Bauausschuss am 3. November einladen, ihre Fragen dort vorzutragen. Dort bekommen sie auch eine Antwort.“

Zweiter Bauabschnitt bis 11. Dezember

Dank einer Sondergenehmigung für den ÖPNV ist die Querung der Havel über die Friedensbrücke für den Busverkehr möglich. Die Busse werden auf dem Straßenabschnitt zwischen Göttliner Straße und Friedensstraße umgeleitet. Stadtauswärts fahren sie über die Pfarrer-Fröhlich-Straße. Die Haltestelle „Rathenow, Grundschule-West“ wird zusätzlich bedient. In Fahrtrichtung Zentrum erfolgt die Linienführung über die Clara-Zetkin-Straße. Im Kreuzungsbereich Seegersallee gibt es eine Ersatzhaltestelle „Rathenow, Seegersallee“.
Der zweite Bauabschnitt, vom 16. November bis 11. Dezember, umfasst den Abschnitt zwischen Friedensstraße und Kreisverkehr der L96. Über gesonderte Einschränkungen in den Bauabschnitten werden die Anlieger direkt durch die ausführende Baufirma informiert.

Buslinien von Umleitungen betroffen

Von den Verkehrseinschränkungen sind die Havelbus-Linien 672 (Stadtforst – Steckelsdorf), 678 (Rathenow – Bahnitz) und 679 (Rathenow – Vieritz – Milow) betroffen. Fahrplaninfos gibt es hier.