Im Kreisausschuss des Havellands konnte die Fraktion Die Linke / Die Partei am Montag, 8. März 2021, punkten. Ihre Forderung nach Verlängerung der West-Route genannten Berliner Radschnellverbindung ins Havelland fand nun Gehör.

Kreistag am 22. März 2021 hat das letzte Wort

Ein vorheriger Antrag der Linke/Partei-Fraktion war im September 2020 in die Fachausschüsse verwiesen worden. Jetzt stimmten die Kreisausschussmitglieder zu. Nur die zwei Vertreter der AfD-Fraktion enthielten sich der Stimme. Die endgültige Entscheidung fällt im Kreistag am 22. März.

Rathenow

Kontakt mit Berlin und Brandenburger Landesregierung aufnehmen

Letztlich soll der Landkreis die Potenziale der in Berlin geplanten Radschnellverbindungen so optimal wie möglich nutzen und sich für einen Anschluss der geplanten West-Route ins Havelland einzusetzen. Der Landrat soll gebeten werden, diesbezüglich mit der Berliner Seite und der Brandenburger Landesregierung Kontakt aufzunehmen.

Zehn Radschnellverbindungen werden untersucht

Wie es auf www.berlin.de zum Thema heißt,  lässt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz insgesamt zehn Radschnellverbindungen untersuchen. Mit einem Baubeginn der ersten Strecken sei nicht vor 2022 zu rechnen. Die Darstellungen zeigen, dass die Ost-West-Radschnellverbindung aus zwei Teilen bestehen würde: Ost-Route und West-Route, die sich am S-Bahnhof Tiergarten treffen sollen. Von und nach Spandau, entlang der Heerstraße, soll die West-Route führen.

Von der Mitte Berlins an den Rand und darüber hinaus

Die Radschnellverbindungen sollen das Zentrum Berlins mit den Außenbezirken verbinden und darüber hinaus sogar, wo gewollt, das Land Brandenburg anschließen und dort weitergeführt werden. Die Wege sind so konzipiert, dass zwei Fahrradfahrer nebeneinander fahren können und ein Überholen dennoch möglich ist. Separat geführte Gehwege sollen konfliktfreies und sicheres Zufußgehen auf den Strecken ermöglichen.