Erzählt wird die Geschichte des  jungen Titelhelden "Malon Meerpol". Er erfährt an seinem zwölften Geburtstag, dass sein Vater auf unerklärliche Weise in einem Maya-Tempel im wilden Dschungel auf der Halbinsel Yucatan verschwunden ist.  Kurz vorher, findet Malon im Garten der Villa, in der sie wohnen, jedoch in einer alten Platane ein Blaues Buch. Das Farbspiel eines Regenbogens hatte ihn hierher gelockt. Einmal aufgeschlagen, entsteht vor Malons Augen auf den eben noch weißen Seiten des Buches die abenteuerliche Geschichte von Maayan, einem Maja-Jungen. Er ist genauso alt wie Malon und auf der Suche nach den Fledermausmenschen im Tempel "Camazotz". Von dort aus betritt er eine fantastische Parallelwelt. Womit das große Abenteuer beginnt – für beide Charaktere. Denn Malon taucht in Mayapan immer wieder selbst auf, etwa als Stimme, die durch das Nebelgebirge "Xibalba" hallt.
Dabei entsteht ein spannendes Spiel zwischen zwei Handlungssträngen, die Hari bis zum Ende gekonnt miteinander verwebt.  Genauso wie es schon Micheal Ende in seiner "Unendlichen Geschichte" getan hat. Sicherlich ein Vergleich mit einem großem Namen, hinter dem sich die Brandenburgerin jedoch nicht verstecken muss. Figuren als auch Handlungen sind in ihrem zweiten Roman gereift, die Geschichte mindestens genauso fantasievoll und lebendig wie ihr Debüt "Der Tag, an dem ein Delphin-Zebra-Schmetterling vom Papier verschwand". Und genauso liebevoll gestaltet.
Für "Malon Meerpol - Mayapan" hat Hari einmal mehr selbst zum Stift gegriffen. Oder genauer, zum Fineliner. Entstanden sind insgesamt 18 Zeichnungen, die die Handlung begleitend illustrieren und verschiedene Szenen im Bild lebendig machen – alle in schwarz-weiß. "Das war in erster Linie ein Wunsch des Verlags, da er im Jugendbereich kaum Bücher mit farbigen Abbildungen herausbringt. Allerdings finde ich es im Nachhinein toll, da es für mich eine neue Herausforderung war und ich eine Vorliebe für Zeichnungen und Grafiken habe", gesteht die 37-Jährige.
Die Liebe zur Kunst kommt dabei nicht von Ungefähr. Obwohl Hari heute als Assistenzärztin der Neurologie in der Asklepios Klinik arbeitet, hat sie auch Bildende Kunst studiert und unter ihrem Mädchennamen Laura Haase schon zu Schulzeiten ausgestellt. "Lange Zeit habe ich jedoch keinen Pinselstrich gemacht", gibt Hari, die sich erst mit der Geburt ihrer Tochter Anna Lara wieder auf die Kunst fokussiert hat, zu. Die Initialzündung fürs Schreiben gibt dann eine Dokumentation über den Kinderbuchautor Paul Maar. Binnen weniger  Tage entsteht das Gerüst für ihr erstes Kinderbuch.
"Die Geschichten entstehen immer ganz intuitiv. Zu Beginn habe ich  immer eine wage Idee im Kopf, einen Schlüsselgedanken. Bei Malon war es das Blaue Buch mit den leeren Seiten. Das Verweben von Realität und Fiktion interessiert mich seit meinem ersten Buch. Ausgehend von dieser Idee habe ich mich zu Hause an den Laptop gesetzt und begonnen zu schreiben", so Hari.
Verkauft wird "Malon Meerpol - Mayapan" über den Autumnus Verlag sowie unter der ISBN-Nummer 978-3-96448-033-0. Hier ist der Roman zwar als Jugendbuch eingestuft, Hari selbst empfiehlt ihn jedoch für Kinder ab zehn Jahren. "Zum Vorlesen geht er aber immer", so die Brandenburgerin, die Ideen für kommende Geschichten schon im Kopf hat.
Erst einmal erscheint in ca. zwei Wochen jedoch die zweite Auflage von "Malon Meerpol - Mayapan". Außerdem gibt Hari allen LeserInnen die Chance, eine von zehn signierten A3 Kopien einer ihrer Illustrationen "Malon Meerpol - Mayapan" zu gewinnen. Dafür müssen nur folgende Fragen beantwortet werden:
1. Mit welchen zwei Heilpflanzen heilen die Winzlinge Diri?
2. Wie heißt die Achterbahn?
3. Wie heißt der blaue Federschmuck und von welchem Vogel stammen die Federn?
Alle Antworten finden fleißige LeserInnen im Buch.
Einfach mit dem Stichwort "Malon Meerpol" an redaktion@brawo.de schicken und mit ein wenig Glück gewinnen.