Brauhnert, der sich selber als Autodidakt bezeichnet, wurde 1963 in Rostock geboren. Anfang der Achtziger Jahre wird er zum Grundwehrdienst eingezogen und kurze Zeit später von der Stasi wegen versuchter Republikflucht verhaftet. Nach fünf Monaten Untersuchungshaft wird er schließlich 1983 vom Militärgericht Rostock zu 24 Monaten Strafvollzug verurteilt.
Seine Haftstrafe musste Brauhnert zunächst im Militärstrafvollzug der NVA in Schwedt, später dann im zivilen Straflager in Schkeuditz absitzen. In seinem ersten Buch „Sag dein letztes Gebet“ hatte Brauhnert bereits seine Geschichte in ernste, aber humorvolle Episoden rund um den Alltag in der DDR verpackt. In seinem neuen Buch nimmt Brauhnert seine Leser erneut mit auf eine Zeitreise in die Achtziger Jahre. Durch den Protagonisten Axis Mundi berichtet er, wie er damals als 19-Jähriger den Haftalltag als Strafgefangener in Schwedt erlebt hat. Zugleich ist das Buch ein eindrückliches Dokument des Strafvollzugs in der DDR. Brauhnert will nach eigenen Aussagen in dem Buch „mit alten Gerüchten abrechnen“ und dabei „die eiskalt berechneten Facetten des Funktionsprinzips der DDR-Haft“ aufzeigen.
Das sorgfältig recherchierte Buch ist mit zahlreichen Zeitdokumenten und eigenen Illustrationen versehen. Den Leser erwartet neben amüsanten und aufrüttelnden Episoden, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Strafvollzug in der DDR.
Die MOZ verlost zwei Exemplare des Buches. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie bitte bis morgen eine E-mail an schwedt-red@moz.de unter dem Stichwort: „Tiere in Menschengestalt“.