Ist der Anschluss an das Glasfasernetz, die Datenautobahn tatsächlich kostenlos?
Ja, alle Haushalte, die bisher eine Datenübertragungsrate von weniger als 30 Mbit pro Sekunden hatten, erhalten den Glasfaseranschluss kostenfrei – direkt bis in das Haus. Das geschieht jedoch nicht automatisch. Die betroffenen Hauseigentümer müssen selbst aktiv werden, in Schwedt und Ortsteilen bis zum 30. März. Das geht ganz einfach, in dem sie ihr Interesse gegenüber uns als Stadtwerke Schwedt kundtun. Alle förderfähigen Haushalte in Schwedt wurden bereits im Dezember darüber informiert, wie das genau geht. Nachfragen sind natürlich jederzeit über unser Kundenzentrum, per Telefon oder E-Mail möglich. Nach dem 30. März 2020 wird der Anschluss kostenpflichtig und schlägt dann mit rund 1500 Euro zu Buche. Damit steht zunächst einmal die Technik zur Verfügung.
Wer dann das schnelle Internet nutzen möchte, muss – wie bisher auch – einen Produktvertrag mit einem Telekommunikationsanbieter abschließen, beispielsweise bei den Stadtwerken Schwedt. Um es greifbar zu machen: Die Anbindung an die "(Daten-)Autobahn" ist dank der Förderung von Bund, Land und Landkreis kostenfrei. Um diese aber auch tatsächlich nutzen zu können, muss sich jeder aber natürlich noch das passende "Fahrzeug" zulegen.
Für die Nutzung des Internets müssen die Bürger dann also bezahlen?
Ja, die Kunden haben heute bereits einen Anbieter für Internet und Telefon, der sie in aller Regel über die vorhandene Kupferleitung versorgt. Jetzt wählen die Kunden einen Anbieter, der ihnen die Produkte  – passend zum neuen Glasfaseranschluss – bereitstellt. Man hat in Zukunft die Wahl, ob man sich für einen Anbieter entscheidet, der einen über Kupferkabel oder über Glasfaserkabel versorgt. Die Stadtwerke Schwedt sind die ersten, die sich bewusst entschieden haben, die schnelle Glasfaser zu nutzen. In aller Regel bekommen die Kunden so ein Vielfaches an Leistung.
Sind die Kunden darauf festgelegt, bei einem bestimmten Anbieter das Angebot zu buchen?
Nein, die Glasfasernetze stehen jedem Anbieter zu einem festgelegten Entgelt offen. Das heißt, jeder Provider kann selbst entscheiden, ob er seine Dienste zukünftig in der Region über das Glasfasernetz anbieten möchte. Bisher haben sich in den Landkreisen Uckermark und Märkisch-Oderland nur die Stadtwerke Schwedt dazu entschlossen, diesen Service zu leisten.
Wie lange sind Kunden an die Verträge gebunden, wenn sie bei einem Anbieter abschließen?
Das hängt vom Anbieter ab. Unsere Verträge, die wir als Stadtwerke Schwedt im Programm haben, haben eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten.
Muss jeder, der sich einen Glasfaseranschluss legen lässt, die Nutzung des schnellen Internets dazu buchen?
Nein, das ist nicht erforderlich. Die Kunden können sich auch später jederzeit für ein entsprechendes Produkt entscheiden. Wer sich allerdings schon jetzt für ein Produkt entscheidet, kann noch einmal richtig Geld sparen. Denn es gibt Aktionsangebote. Natürlich freuen wir uns, wenn möglichst viele Kunden auch vom schnellen Netz Gebrauch machen. Letztendlich investieren Bund, Land und Landkreis viel Geld und nur eine gute Nutzung der Dienste bestätigt, dass die Förderung gerechtfertigt ist. Ich gehe auch davon aus, dass es sich schnell herumsprechen wird, welche Vorteile die Glasfaser bringt. Ich denke da an Streaming Dienste, Home Office, Videotelefonie und Gaming – das alles ist in bester Qualität möglich.