Der Publikumspreis im Internationalen Zeichenwettbewerb „Flow“ geht in diesem Jahr in die Ukraine. Die 13-jährige Schülerin Mariia Putiatina hat einen Drache gemalt. Mit seinem sanften Augenaufschlag hat er vermutlich die Ausstellungsbesucher für sich eingenommen.

Ein Rucksack mit tollem Zeichenmaterial

Etwa 600 Arbeiten waren ausgestellt worden. Mariia erhält jetzt eine Urkunde vom Wettbewerbsbüro und außerdem einen Rucksack, in dem hochwertiges künstlerisches Material für weitere Mal- und Zeichenarbeiten steckt.
Über den 2. Publikumspreis kann sich Victoria Doroncanu aus Teltow bei Berlin freuen. Sie ist 14 Jahre alt und hat einen grandiosen Sonnenuntergang in überschäumenden Farben gemalt. Platz 3 hat das Publikum an Valeria Pfeiffer vergeben. Das Mädchen ist zehn Jahre alt und Schülerin der Grundschule „Bertolt Brecht“ in Schwedt. Sie hat sich künstlerisch mit dem Thema Corona auseinandergesetzt und verwelkende Uhren gemalt. Dieses Bild stimmt eher nachdenklich und macht traurig.

947 Leute haben die Ausstellung besucht

In diesem Jahr haben 947 Neugierige die Ausstellung mit den schönsten Wettbewerbsbildern besucht. Die Bilderschau war knapp vier Wochen an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) zu sehen. Sie hat die Vielfalt dessen zum Ausdruck gebracht, womit sich Kinder und Jugendliche gedanklich beschäftigen. Tiere, Landschaften, Porträts und Alltagsszenen waren ebenso zu sehen wie kritische Fingerzeige auf die Umweltverschmutzung und sogar Comics.

556 Besucher haben mitentschieden

An der Umfrage für den Publikumspreis haben sich 556 Schüler und Erwachsene beteiligt. „Das ist viel“, schätzen die Wettbewerbsmacher ein. Die Abstimmungszettel wurden in einer großen Säule mit der Aufschrift „Publikumspreis“ gesammelt und am letzten Ausstellungstag gezählt. „Wir haben nicht erwartet, dass so viele Besucher kommen. Die Ausstellung ist sehr gut angenommen worden. Schulklassen kamen trotz Corona, und wir hatten auch Einzelbesucher. Junge Leute vom Uckermärkischen Berufsbildungsverbund waren hier. Sie haben sich gleich ihre Lieblingsbilder ausgesucht und darüber diskutiert“, blickt Christiane Wenzel vom Wettbewerbsbüro auf die Ausstellungstage zurück.

Schule in Hongkong wirbt für Schwedt

Insgesamt sind in diesem Sommer 931 Mal- und Zeichenarbeiten in Schwedt eingetroffen. Sie bleiben jetzt in Schwedt und bilden einen Schatz, der seit vielen Wettbewerbsjahren weiter anwächst. Im Gegenzug erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde. „Das wird von den Kindern und Jugendlichen, aber auch von den mitmachenden Schulen sehr stark honoriert“, weiß Christiane Wenzel aus Erfahrung. „Eine Schule in Hongkong macht im Internet und im Schulhaus Werbung mit den Urkunden, und zwar nach dem Motto: Wir haben Preise in Schwedt gewonnen, kommt an unsere Schule!“

441 Kinder und Jugendliche aus Deutschland

Kinder und Jugendliche aus 13 Ländern haben sich am 53. Internationalen Zeichenwettbewerb „Flow“ beteiligt, darunter aus Polen, Russland, China, Ruanda, Frankreich und Kroatien. Trotz der Corona-Krise sind auch aus Deutschland Arbeiten eingetroffen – insgesamt 441. Fünf Schulen aus Schwedt haben mitgemacht und drei Kindergärten.

Junge Preisträger fühlen sich ernst genommen

Während der Eröffnungsveranstaltung für die große Bilderschau an den ubs sind neun Sonderpreise verliehen worden. Einen davon holte sich die Berufsorientierte Oberschule Spremberg, an der Schüler zwischen 13 und 16 Jahre lernen. Noch keiner von ihnen hat jemals eine Preisverleihung erlebt oder gar einen Preis bekommen.
„Es ist total aufregend für uns und eine Würdigung unserer Arbeit“, sagten Julian Dieball und Lea Rampf, kurz nachdem sie den Preis stellvertretend für ihre Gruppe in der Hand hielten. „Unsere Lehrerin ist total umweltfreundlich und hat uns angeregt, Bäume zu malen. Dann haben wir noch Gedichte von berühmten Leuten dazugestellt. Dadurch ist ein großes Wandbild entstanden. Wir haben mehrere Monate an diesem Bild gearbeitet. An einen Preis haben wir gar nicht gedacht.“

„Flow“ ist einer der größten Malwettbewerbe in Deutschland

Auszeichnungen gehören mit zum Markenzeichen des Wettbewerbes, der Mitte der 1960-er Jahre von Schwedter Kindern „erfunden“ wurde. Der Schwedter Zeichenwettbewerb „Flow“ zählt wegen seiner jahrzehntelangen Kontinuität und seiner Größe zu den bedeutendsten Mal- und Zeichenwettbewerben in Deutschland.