Für Liebhaber des Schwedter Theaters ist es jedes Jahr ein voller Spannung erwarteter Akt, wenn der Förderverein den Uckermark-Oskar verleiht. Auch die 15 Mitglieder des Schauspielensembles der Ubs. kennen die Preisträger vorher nicht.
Die Jury, der neben Mitgliedern des Fördervereins auch die Märkische Oderzeitung angehört, hatte neun Inszenierungen bewertet, die in der ausklingenden Spielzeit ihre Premiere erlebten.
Die Entscheidung fiel einmütig. Schauspieler des Jahres sind Larissa Kristina Puhlmann und Daniel Heinz.
Larissa Kristina Puhlmann erhielt die Auszeichnung unter anderem für ihre Rolle als Ophelia im Musical "Willi bald im Elfenwald". Sie sang und tanzte, was das Zeug hielt und eroberte die Herzen der Zuschauer, befand die Jury. Aber sie kann auch eine "gutmütige, angepasste, alleinerziehende Mutter mimen, deren hübsche Fassade die raue Wirklichkeit übertüncht". So stand es im Premierenbericht der MOZ über das Schauspiel "Frau Müller muss weg", den die Jury zurate zog.
In der Begründung für den Uckermark-Oskar, der an Daniel Heinz ging, steht: "Er hat eine geschätzte Größe von 1,99 Me-tern und damit Idealmaße für bizarre Rollen. Für seinen Wabbelrumpfler Stengelbert in den Elfenwäldern und seinen Machorel hier auf der Odertalbühne lieben ihn die Zuschauer." Daniel Heinz war in der zu Ende gehenden Theatersaison aber auch der Teufel mit drei goldenen Haaren im Weihnachtsmärchen. Diesen Teufel habe er "wunderbar kindlich-bockig" gespielt, wie die MOZ im November in ihrem Premierenbericht schrieb. Vor allem aber nötigte seine Interpretation des Klaus Uhlzscht in "Helden wie wir" der Jury großen Respekt ab. Sie sprach von einer brillanten Leistung.
Auch in diesem Jahr hat der Theaterförderverein einen Sonderpreis verliehen. Er geht an die Inszenierung "Die Stille und der Clown". Dies ist ein Psychothriller der Schwedter Schauspielerin Nadine Aßmann, den sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Peter-Benjamin Eichhorn inszeniert und den der Theaterjugendklub der Bürgerbühne Schwedt auf die Bühne gebracht hat.
Die Märkische Oderzeitung fördert den Preis mit 500 Euro.