Tausende Neugierige haben die PCK-Nacht erlebt. Mehr als 2000 Besucher waren mit dem Fahrrad gekommen und dem Aufruf gefolgt, auf diese Weise etwas für die Umwelt zu tun. Das hatte es noch nicht gegeben. Fast alle waren scharf auf einen gratis PCK-Sattelschoner. Die vermutlich jüngste Radlerin war die fünfjährige Jasmin Balzen aus Heinersdorf. Sie war mit ihrem Bruder Benjamin (8) und ihrer Mutter Katrin dabei. Diese ist im Labor tätig und wollte ihren Kindern den Betrieb zeigen, in dem sie arbeitet. So hatten es viele Werkangehörige und Ehemalige gemacht. Manche Leute waren traurig. Sie hatten zu große Taschen und durften nicht ins PCK.
In einem Großaufgebot hatte das Unternehmen ein Ereignis organisiert, das einem Volksfest ähnelte. Zu Beginn spendierte PCK 10 000 Euro für die Kinder- und Jugendfeuerwehren Schwedt und Angermünde. Schutzjacken, Handschuhe und Helme können davon gekauft werden. Dann Kreischalarm vor der Bühne: 10- bis 14-Jährige jubelten dem Sänger Max Singer zu, den kaum ein Erwachsener kannte. Die elfjährige Amelie Linde aus Casekow sang mit und filmte per Handy wie so viele junge Mädchen.
PCK im Licht der Scheinwerfer

Bildergalerie PCK im Licht der Scheinwerfer

Andrang bei der Feuerwehr

150 PCK-Mitarbeiter in grünen T-Shirts halfen freiwillig, damit diese Nacht gelingt. Die Dussmann-Küche brachte Bratwurst, Brause und Waffeleis unter die Leute. Vereine wie Wassersport PCK und SSV PCK waren ebenso dabei wie Imker Jan Vogel, der auf Betriebsgelände seine Bienenwagen aufstellt. Wissbegierige schlenderten durch den Ausbildungsbereich und die Werkstätten. Sie staunten über die Dimensionen und was alles nötig ist für den Betrieb einer Raffinerie.
Viel Andrang herrschte bei der Werkfeuerwehr. Sie präsentierte in einer Bilderschau ihre 60jährige Geschichte und hatte Spezialtechnik vorgefahren. Eine Warteschlange bildete sich am Hubsteiger. Viele Besucher wollten vom Korb aus in 32 Metern Höhe einen Blick aufs PCK werfen.Johannes Meiselbach ist nebenberuflich in der Werkfeuerwehr und legte den Neugierigen Sicherheitsgurte an.

Beifall für die Werkerklärer

Begehrt waren die Werkrundfahren. 15 Busse fuhren ununterbrochen ihre Runden an Chemieanlagen vorbei. An Bord PCK-Mitarbeiter, die den Passagieren ihr Unternehmen erklärten. Tino Reuschel, Informatiker aus dem Rechenzentrum, war als Ordner bei den Rundfahrten eingesetzt. "Hier läuft alles entspannt. Die Leute sind gut drauf", erzählte er. "PCK ist für mich ein bisschen mehr als ein Unternehmen. Ich verbringe hier die meiste Zeit, bin Schwedter und mit dem PCK verbunden." Gut gelaunt stieg Familie Boelter aus Strasburg (Uckermark) aus dem Bus: "Der junge Man hat uns alles super gut erklärt. Wir sind überwältigt von den Rohren und wie hier alles zusammenhängt."