"Die Einsendungen aus Russland und Kasachstan zum Internationalen Kinderzeichenwettbewerb sind von sehr guter Qualität", lobt Christiane Wenzel. Aber das trifft auch auf viele andere der insgesamt mehr als 2000 Einsendungen zu, die in diesem Jahr der Jury aus Kunsterziehern und Künstlern aus Deutschland, Polen und Bulgarien vorgelegt worden sind. Rund 600 hat sie ausgewählt. Ab Donnerstag werden sie öffentlich vorgestellt.
Die weitgereisteten Bilder kommen aus Argentinien, Sri Lanka und aus China. Die jungen Künstler lassen den Betrachter Einblick in ihre Welt nehmen. Sie tauchen ein in die Welt der Märchen, den Weltraum, lassen uns ihre Heimat sehen und wie die Jahreszeiten dort das Leben verändern. Sie malen Menschen, Familie, Freunde, Fremde. Auf den Bildern wird Musik gemacht und getanzt. Die Ausstellung ordnet die Bilder nicht nach Herkunftsländer, sondern nach Themen. Dadurch wird sie bunter, vielfältiger, erlebnisreicher, auf andere Art internationaler.
Es gibt viele neue Entwicklungen beim Internationalen Kinderzeichenwettbewerb, der in zwei Jahren seinen 50. Geburtstag feiern wird. Neu ist in diesem Jahr, dass die Bilder erstmals im Veranstaltungs- und Tagungshaus gezeigt werden, statt im Theaterfoyer. Norbert Löhn: "Wir staunen beim Aufbau gerade, warum uns diese Variante nicht schon viel früher eingefallen ist, wir haben viel mehr Platz für die Gestaltung der Ausstellung, können erstmals auch gerahmte Bilder an einer Wand aufhängen."
Erstmals kommen zudem auch Kinderkunstwerke aus der polnischen Grenzregion. Die Organisatoren haben lange im Vorfeld Ausschreibungen in polnischer Sprache an Kultur- und Kunststandorten in Stettin verteilt. "Das hat sich ausgezahlt, die Resonanz ist groß und wir zeigen hier sehr viele, sehr gute Arbeiten aus der polnischen Grenzregion."
Neu ist auch die deutlich bessere Beteiligung aus Kindertagesstätten und Schulen in Schwedt und anderen Regionen des Landes.
Seit vor drei Jahren, als der Verein, der den Internationalen Kinderzeichenwettbewerb veranstaltet, nach einer Erholungsphase neu startete, hat sich diese Teilnehmerzahl mehr als versechsfacht. Der Aufwand dafür ist ein Kraftakt. Alle 856 Schulen im Lande wurden angeschrieben. Hilfe dafür kam vom Bildungsministerium. "Unsere Vision ist", so sagt Norbert Löhn, "wir wollen Kinderkunst aus dem ganzen Land in Schwedt zeigen, anderen den Blick dafür öffnen, welchen Schatz an Kinderkunst es hier bei uns gibt. Ein Traum? Wir wollen ihn wahrmachen."
Die Ausstellung ist vom 18. September bis 8. Oktober 2014 von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Ausstellung mit den Schwedter Arbeiten ist zeitgleich in der Musik- und Kunstschule zu besichtigen.