Die Gemeindevertretung Mark Landin hat kürzlich die weiteren Schritte für die Zukunft nach dem Amtsaustritt beschlossen. Zuvor wurde in der Einwohnerfragestunde nachgefragt, weshalb die geplante Anhörungsveranstaltung in Passow stattfindet, wo viele ältere Bürger nicht hinkommen und wie man an alle Informationen kommt, um eine Entscheidung zu treffen.
Bürgermeister Wolfgang Säger verwies zum einen auf die Bekanntmachung des Gebietsänderungsvertrages im Amtsblatt, das gerade erschienen ist. Er versprach zudem, dafür Sorge zu tragen, dass alle Bürger, die Interesse haben, zu den beiden geplanten Versammlungen nach Passow kommen können. Da auch in der Turnhalle die Plätze begrenzt sind, könne man draußen Lautsprecher aufstellen. „Wenn alle Stränge reißen, sitzen wir eben bis abends“, sagte er und verwies er darauf, dass noch drei Veranstaltungen stattfinden werden, wo man sich informieren kann und man auch die Möglichkeit habe, am Montag in seine Bürgermeistersprechstunde zu kommen.

Bürgerversammlung am 13. Februar in Passow

Die Gemeindevertretung hob im weiteren Verlauf mit einer Enthaltung den Beschluss zur Durchführung einer Einwohnerversammlung und zur Vorbereitung einer Einwohnerbefragung auf. Einstimmig beschlossen wurde eine Bürgeranhörung der Landiner, Grünower und Schönermarker. In der Bürgerversammlung am 13. Februar in Passow bekommen sie die Gelegenheit, zum Gebietsänderungsvorhaben Stellung zu nehmen. Die betroffenen Bürger haben auch die Möglichkeit, sich schriftlich zu äußern. Auf der dann folgenden Gemeindevertretersitzung wird darüber befunden, ob die Punkte, die in der Anhörung geäußert wurden, im Gebietsänderungsvertrag berücksichtigt werden sollen oder der Vertrag wie bekanntgemacht beschlossen wird.

Landin, Grünow und Schönermark legen Prioritäten fest

Mehrheitlich beschlossen wurden an diesem Abend auch Themen und zu erwartende Ziele der Eingemeindungsverhandlungen mit Schwedt. Diese Prioritäten sowie kurz- und langfristige Projekte wurden den jeweiligen Ortsvorstehern auf insgesamt neun Seiten festgehalten. Für Landin stehen zum Beispiel an vorderster Stelle die Beleuchtung der Schlossstraße, des Akazienwegs und des Seewegs in Hohenlandin, der Straßenbau in der Niederlandiner Bahnhofstraße und im Heinersdorfer Weg. Für Schönermark steht die Schaffung eines Rad- und Landwirtschaftswegs zur Kreuzung Landin/Passow/Stendell an erster Stelle, wofür ein neuer Fördermittelantrag zu stellen ist. Bis dahin sollen die Siedlungsstraße oder der Lindenweg für den grundhaften Ausbau vorgesehen werden. Den Grünowern sind die Modernisierung des Gemeindehauses, die Erneuerung des Gehweges von der Bushaltestelle Schönermarker Straße bis Ortsausgangsschild Richtung Passow, die Schaffung von Blumenwiesen, das Aufstellen von Bänken und Abfallbehältern auf dem Dorfplatz und die Errichtung eines Spielplatzes am Bürgerhaus am allerwichtigsten.
Zu den gemeinsamen Zielen aller drei Ortsteile gehören unter anderem die Übernahme der Feuerwehr, der Erhalt der Eigennamen der jetzigen Ortsteile, der Anschluss an die Stadtlinie, die Umsetzung der Pläne zur Dorfentwicklung, Flächennutzung und Windkraft und die Schaffung von Bauflächen.