Bürgermeister Wilfried Schramm hat Amtsdirektor Detlef Krause für die nicht abgestimmte Veröffentlichung der Genehmigung zur Eingemeindung Schönebergs in Schwedt scharf kritisiert. „Wir fordern einen geordneten Wechsel zum 1. 1. 2021. Das Handeln des Amtsdirektors ist purer Aktionismus, der alle beteiligten Partner vor immense Herausforderungen stellt. Uns scheint, Sie forcieren einen chaotischen, unvorbereiteten Ausstieg, quasi einen Brexit 2.0“, erklärte Schramm in einem Brief an Krause.
Schöneberg musste fast vier Jahre um die Eingemeindung kämpfen. Die Genehmigung lag seit August 2019 vor. Das Amt sperrte sich damals gegen die Veröffentlichung und reichte mit den übrigen Gemeinden Klage ein. Jetzt veröffentlichte das Amt die Genehmigung ohne Abstimmung mit Schöneberg und Schwedt in einem Sonderamtsblatt.
Rechtlich ist die Eingemeindung am Tag nach der Veröffentlichung in beiden Amtsblättern, dem des Amtes und der Stadt Schwedt, gültig. „Jetzt rennen mir die Bürger die Bude ein und wollen wissen, ob sie schon ihren Ausweis in Schwedt ändern lassen können. Das geht gar nicht, weil die Meldedaten noch gar nicht übertagen sind. Nach vierjährigen Blockade im Amt muss man jetzt nichts überstürzen. Wir wollen für unsere Bürger einen geordneten verwaltungstechnischen Übergang zum 1. Januar 2021“, sagte Wilfried Schramm. Die Stadt Schwedt plant die Bekanntmachung wie abgesprochen am 31. Dezember 2020.