Wer will fleißige Forscher sehen? Der muss an die Flussbadestelle der Stadt Schwedt gehen: Gemeinsam mit den Helfern des Nationalparks „Unteres Odertal“ erkundeten die Erstklässler der Astrid Lindgren Grundschule die Schwedter Flussbadestelle. Das Team des Vereins der Flussbadestelle hat in Zusammenarbeit mit dem Team vom Nationalpark die Entdeckungstour für die Kleinen organisiert.
Doch welche Tiere leben wohl in der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße? Die Kinder vermuteten, viele Fische, Schlangen und Muscheln zu finden. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder mit der Natur in Berührung kommen und die große Vielfalt an Tieren in unserer Region entdecken“, erklärte Christian Ehrke, vom Nationalpark-Team: „Wir wollen den Kindern aber auch den richtigen Umgang mit den Tieren näherbringen.“

In der Natur bewusst lauschen

Dafür lernten die Schüler der Klasse 1a spielerisch, was es bedeutet, leise zu sein, um der Natur bewusst lauschen zu können und die Tiere nicht zu verschrecken. Der richtige Umgang mit den Tieren sei für das Projekt wichtig, wie das Team des Nationalparks den Kindern erklärt. Die Tiere können nicht lange ohne Wasser leben und können leicht zerquetscht werden.
Ausgerüstet mit einem Kescher und einer Becherlupe, um die Tiere näher betrachten zu können, erkundeten die eifrigen Forscher den Kanal – noch vor dem offiziellen Saison-Abschluss, der am folgenden Wochenende dann wegen des Dauerregens ins Wasser fiel. Neben vielen verschiedenen Pflanzen fanden die Kinder auch Muscheln, Schnecken und Wasserläufer.

Der Fund des Tages

Den „Fund des Tages“ – eine Libellenlarve – machte der sechsjährige Sam. „Es ist schön zu sehen, mit was für einer Begeisterung, aber auch Respekt die Kinder an die Sache rangehen“, schwärmt Nele Richter-Harder, die den Kindern bei der Entdeckungstour unter die Arme griff.
Der lehrreiche Tag sollte den Kindern vor allem zeigen, welche Tiere sie in den heimischen Gewässern finden können und den richtige Umgang mit ihnen zu lernen. „Ich habe total viel Spaß. Am besten hat mir das Keschern gefallen“, erzählte Nick begeistert und hält sein Becherglas, in dem sich eine Muschel befindet, in die Höhe. Nach der großen Kescher-Aktion wurden alle Tiere wieder frei gelassen. Die „Schule zum Anfassen“ hat bei allen Beteiligten für Begeisterung gesorgt. Es sind weitere Projekte dieser Art in Planung.
Abschließend werteten die Kinder beim Mittagessen ihre Funde aus. Forschen macht eben hungrig.