Das Internet erleichtert die Einkäufe enorm. Einfach aus der Vielfalt der Shop-Angebote auswählen und bestellen. Dann die Kontodaten für Abbuchung hinterlegen und sich der erworbenen Produkte erfreuen.
So sollte es zumindest sein. Aber immer mehr schwarze Schafe machen vor allem den kleinen Online-Händlern zu schaffen. So musste sich ein junger Mann vor dem Strafrichter des Schwedter Amtsgerichtes verantworten, der mehrfach Waren in einem Shop bestellte ohne zu zahlen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautete auf fünffachen Betrug.

Bestellungen mit der Verlobten aufgegeben

Gemeinsam mit seiner Verlobten soll der Mann Bestellungen in einem Online-Shop aufgegeben haben. Die Ware wurde nachweislich per Paket versandt und auch ausgeliefert. Nur der Bankeinzug scheiterte, da nicht die eigenen Kontodaten angegeben wurden. Vom Kontoinhaber, der von der Bestellung keine Ahnung hatte, wurden die Beträge zurückgebucht. Der Gesamtschaden für den Online-Shop betrug über 500 Euro.
Der Angeklagte hüllte sich während der Hauptverhandlung in Schweigen. Sein gutes Recht. Doch das geht nicht immer gut, zumal der Mann bei seiner polizeilichen Vernehmung sich durchaus geständig zeigte. Und ein Geständnis strafmildernd berücksichtigt werden kann. Auch seine Lebensgefährtin, die wegen Betruges gesondert verfolgt wird, verweigerte die Aussage.

Zeugenaussagen waren eindeutig

Da beide miteinander verlobt waren, konnte sie auf ihr Aussageverweigerungsrecht pochen. Doch die Zeugenaussagen des Vernehmungsbeamten und auch des Shop-Besitzers waren eindeutig. Der Polizeibeamte bestätigte die einst geständige Einlassung des Angeklagten. Auch die Bestellungen vom Computer des Angeklagten aus waren nachweisbar. Diese wurden mit der falschen Kontonummer ausgeführt.
Da war guter Rat teuer, aber ein Geständnis des Angeklagten blieb aus. Für den Ersttäter verhängte die Richterin wegen mehrfachen Betruges eine Geldstrafe in Höhe von 700 Euro – 35 Tagessätze zu je 20 Euro – nebst Zahlung der Verfahrenskosten. Der verursachte Schuldbetrag durch die Betrugshandlungen wird eingezogen.