Was ist Glück? Dieser Frage ist Christof Jauernig in seinem Vortrag im voll besetzten Berlischky-Pavillon nachgegangen. Auf Einladung der Schwedter Volkshochschule hat er seine Aufbruchsgeschichte erzählt. Das tat er in fast poetischen Worten, anhand nicht immer ganz scharfen Fotografien sowie begleitet von seinen improvisierten Pianoklängen.
Christof Jauernig war Analyst in Frankfurt am Main und steckte in einer Sinnkrise. Exeltabellen, Zahlenreihen ohne Ende und unternehmerischer Druck haben einst seinen Alltag bestimmt. – Bis er raus musste und wollte aus dieser Tretmühle. Er war gefangen im eigenen Kopf und hat nicht nur gekündigt, sondern seinen Rucksack gepackt. Mit seinem Ersparten in der Hinterhand ist er ein halbes Jahr durch Asien gereist. 4500 Kilometer war er allein mit dem Motorroller unterwegs. Und was er kaum zu hoffen wagte – er hat wieder zu sich selbst gefunden. Wie von selbst stellte sich die Lust zum Fotografieren ein. Zeit ist auf seiner Reise vergangen, Jauernig hat beobachtet, zugehört und die Schönheit des Augenblicks wieder schätzen gelernt. Wie wertvoll das ist, hat er in seinem sehr persönlichen Vortrag im voll besetzten Berlischky-Pavillon deutlich gemacht.
Zuhören, nachdenken
Seit ein paar Jahren zieht er mit seinem Erzählabend durch Deutschland. Schwedt war seine 113. Station. Das Publikum mochte seine Art zu erzählen und nutzte das Angebot zum Fragenstellen. Die Zuhörer gingen nachhaltig beeindruckt nach Hause und manche sinnierten tatsächlich: Was ist Glück?