Mit der Wiederbelebung des Parkschlösschens im Monplaisir sind die beiden Teiche wieder in den Fokus gerückt. Deren Wassertiefe ging stark zurück. Der Verfall machte sie unansehnlich und gefährdete das Laichhabitat für geschützte Amphibien. Die Analyse der Schlammproben hatte zudem bedenkliche Werte zutage gefördert. Seit Montag entschlammt eine Angermünder Firma den ersten Teich. Baggerfahrer Silvio Lang verrät, die Schlammschicht ist mindestens 30 Zentimeter mächtig. Bis zu einem halben Meter tief wird ausgehoben. Der Baggerfahrer schätzt, das es bei günstigem Wetter zwei bis drei Wochen dauern wird, bis beide Teiche entschlammt sind. Danach können sie wieder zur Kinderstube geschützter Amphibien werden. Die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg unterstützt die Aktion mit reichlich 24000 Euro.
Monplaisir gehört zu den insgesamt elf Parks in der Stadt. Mit 150000 Quadratmetern Ausdehnung ist der in Heinrichslust der größte. Er steht unter Denkmalschutz, ebenso wie die Parks Monplaisir und Zützen. Mit 2800 Quadratmetern Ausdehnung befindet sich der kleinste Park in Criewen. Die Parks waren vom Sturm Xavier im Vorjahr besonders hart getroffen worden. Am schlimmsten hatte er in Monplaisir und Heinrichslust gewütet. Noch sind nicht einmal alle Schäden erfasst. Das Aufräumen dauert an.
Autofahrer und Spaziergänger haben aber außerdem längst entdeckt: Derzeit werden wieder Bäume an Schwedter Straßen gefällt. Mancher fragt sich: Warum und ist das nötig?
Schwedt ist stolz auf sein Stadtgrün, sein im Frühjahr und Sommer sattgrünes Kleid. Fast sechs Bäume kommen im Schnitt auf jeden Einwohner. Schätzungsweise 180000 Bäume stehen auf städtischem Land. Carola Duckert, im Rathaus verantwortlich für das Grün der Stadt, hat am Dienstag für die MOZ nachgerechnet, wie viele Bäume in den vergangenen drei Jahren von Anfang 2015 bis Ende 2017 gefällt und wie viel neue gepflanzt worden sind. Das überraschende, für manchen argwöhnischen Beobachter sogar verblüffende Ergebnis: 329 Fällungen stehen 478 Neuanpflanzungen gegenüber. Die PCK-Straße, der alten B 166, säumen bald mehr als 30 neue Bäume. Zützen hat am Ortseingang zehn neue Linden bekommen, Hohenfelde auf dem Spielplatz zwölf Eichen und Linden und einen Weihnachtsbaum. Ein Sonderwunsch der Hohenfelder. In Kummerow wurde am Teich aufgeräumt, ein Baum und eine Hecke gepflanzt. Auch Schulen und Kitas sind mit neuen Bäume bestückt.
Nun sind 17 alte Kastanien entlang der Vierradener Chaussee untersucht worden. Diagnose: Zwei sind sehr krank. Eine hat eine Höhlung im Kronenbereich, die andere eine im Stamm. Beide sind bereits vom Astwerk befreit. Die Stämme fallen am Freitag. Die restlichen Chaussee-Altbäume werden noch in diesem Winter beschnitten. Stark-Äste sind zu entfernen. Den Lichtraum schneidet eine Fachfirma frei. In der Curiestraße sind große Pappeln in der Nähe vom Spielplatz am früheren Jugendklub Wendeland hochgefährdet. Sie müssen eingekürzt werden. Fremdfirmen sägen an der Pappelspitze, eine Gehölzfläche entlang der Teichmannstraße. Auf dem Vierradener Friedhof ist der Hauptweg gesperrt, um Sturmschäden zu beseitigen. Im Ort ist zudem ein weiterer Baum nicht mehr zu retten. Er wird Stück für Stück abgetragen. Andere trifft es im Außenbereich an öffentlichen Wegen. Die Bäume an der Durchfahrt-straße von Heinersdorf zur PCK-Raffinerie bekommen eine neue "Frisur" verpasst, einen Lichtraumschnitt.
Wenn alles gut läuft geht es an den Wanderwegen um die Blumhagener Mühle weiter. In Herrenhof muss an Rad- und Wanderwegen Totholz abgesägt werden. Je nach Ergebnis der Untersuchungen müssen eventuell auch noch Bäume fallen.