Die Firma Butting investiert mehrere Millionen Euro in die riesige Produktionshalle. Als diese geplant wurde, sollte sie knapp 100 Meter lang werden. Inzwischen jedoch sind Firma und Produktion am Schwedter Standort weiter gewachsen, ist die Nachfrage nach hochwertigen Edelstahlbehältern made in Schwedt weiter gestiegen, die Signale im Unternehmen sind noch stärker auf Expansion gestellt, sodass die Halle noch einmal umprojektiert werden musste.
Was jetzt in der Kuhheide gebaut wird, übertrifft von der Größe alle bisherigen Butting-Hallen, auch die am Hauptstandort im niedersächsischen Knesebeck. Die Halle wird 183 Meter lang, 25 Meter breit und 12,50 Meter hoch. Mit der neuen Fertigungshalle will Butting seine Produktion in Schwedt optimieren und erweitern. Ende dieses Jahres soll die Halle fertig sein. Dann bietet die Stahlkonstruktion Platz für die zweite Produktionslinie des Metallbaubetriebes.
Bisher wurden bei Butting Anlagenbau ein- oder mehrteilige Behälter produziert, bei denen die einzelnen Segmente eine maximale Höhe von drei Metern auswiesen. In der neuen Halle kann das Familienunternehmen Segmente für Behälter und Kolonnen mit bis zu sechs Meter Höhe fertigen. Damit können nicht nur die Produktionsabläufe optimiert werden, sondern auch das Produktionsspektrum erweitert und gleichzeitig die Flexibilität auf jeweilige Marktanforderungen erhöht werden.
Butting verarbeitet im Jahr rund 8000 Tonnen Edelstahl zu Edelstahlrohren und Behältern. Diese finden vornehmlich in der Papier- und Zellstoffindustrie Anwendung. Das Unternehmen beschäftigt rund 330 Mitarbeiter und ist ständig auf Suche nach neuen Mitarbeitern.
Der Neubau sorgte übrigens bereits kurz nach Baubeginn für Aufregung in der Umgebung: Anfang Juli entdeckte ein Tiefbauunternehmen eine Mine aus dem Zweiten Weltkrieg im Sand des Baufeldes. Der sofort alarmierte Kampfmittelräumungsdienst spürte im Laufe der kommenden Wochen weitere, scharfe Schützenabwehrminen auf. Die Minen wurden von einem Expertenteam kontrolliert gesprengt.
Parallel zu den Bauarbeiten durchsuchte ein Spezial-Unternehmen das Gelände nach weiteren Sprengkörpern. Die Suche ist nun abgeschlossen und das Gebiet kampfmittelfrei. Damit sind alle Voraussetzungen getroffen, dass die neue Halle im kommenden Jahr auch bombensicher eingeweiht werden kann", informierte Andrea Kiel von der Unternehmenskommunikation.