Einzig die Frauen des Titelverteidigers City Schwedt blieben davon (fast) ausgenommen. In ihrer Gruppe taten sie sich nur anfangs etwas schwer. Ein straffer Schuss von Daniela Gatz deutete an, dass sich Göritz/Schmölln nicht so einfach bezwingen lassen würde. Die Schwedter antworteten prompt durch Maria Heidemann und Deila Wykret zum 2:0. Der Start von Gruppengegner und Mitfavorit VfB Gramzow war mit dem 6:0 über den Schönower SV sehr gelungen.
Rot-Weiß auf Halbfinalkurs
Mit dem 1:0 von Lena Giese war schon nach 35 Sekunden die Richtung klar. Nachdem auch Göritz/Schmölln mit dem 4:0 über Neuling LSV Zichow seine Ansprüche aufs Halbfinale angemeldet hatte, kam es zwischen City und Gramzow zum frühen Showdown in dieser Gruppe. Die zwei Tore von Antonia Deutschbein und Wykret nahmen frühzeitig die Spannung aus der Partie, was sich auch mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Lara Hoge kaum änderte. Wykrets 1:3 per Abstauber sorgte endgültig für Klarheit.
City bestätigte schließlich seine Gruppendominanz mit zwei klaren Siegen. Aber wer wird Zweiter? Bei Gramzow gegen Göritz/Schmölln hielt lange das 0:0. Nach Thürnagels 1:1 hätte ein weiteres Tor den VfB-Finaltraum zerstört. Anne Drauschke verhinderte das mit dem 2:1.
Auch in der anderen Gruppe gab es mit Tantow/Krackow und dem VfL Vierraden zwei Favoriten – beinahe aber hätte es eine faustdicke Überraschung gegeben. Nach drei Spielrunden führten die Prenzlauer Rot-Weißen mit 6 Punkten. Tantow/Krackow hatte durch das überraschende Remis gegen Vietmannsdorf wertvolle Punkte eingebüßt.
Aber auch Vierraden hatte gegen den DSV nur ein 1:1 erreicht. Im Duell gegeneinander nahm man sich mit einem torlosen Remis die Punkte gegenseitig ab. Der Durchmarsch der Prenz-­lauerinnen wurde dann jedoch vom VfL mit 3:0 beendet.
Ein Remis gegen Tantow/Krackow hätte Rot-Weiß gereicht, aber es gab ein 1:2. Noch aber war für Prenzlau nicht alles verloren, denn eine Niederlage von Vierraden im Schlussspiel gegen das punkt- und glücklose Crussow hätte das Aus für den VfL bedeutet. Das 1:0 von Alina Sengstock bewahrte Vierraden aber davor.
Die vier Halbfinalisten des Vorjahres standen sich auch diesmal gegenüber. Es ging heiß her. Das erste Halbfinale bestritten City und Tantow/Krackow. In der regulären Spielzeit trafen Wykret und Johanna Reim – 1:1. Hochspannung lag in der Luft, als beim 2:1 für die SpG nach zwei Runden der Außenseiter vorn lag. Citys Torfrau hielt den dritten Schuss. Aber: Linie zu früh verlassen – Wiederholung. Auch den erneuten Versuch parierte Lea Köpsel. Am Ende traf Wykret zum 3:2.
Judisch sorgt für Paukenschlag
Im zweiten Halbfinale gab es dann doch den Paukenschlag: Vierraden setzte sich durch den Treffer von Pia Sophie Judisch mit 1:0 (4.) gegen den großen Titelfavoriten aus Gramzow durch. Zu umständlich, zu unentschlossen, auch glücklos war das Anrennen des VfB. Das Finale war verpasst.
Im Endspiel zeigte es sich deutlich, dass City an diesem Tag die beste Mannschaft war: Die mit Abstand beste Turnier-Torschützin Deila Wykret schoss ihr Team mit 2:0 in Führung. Das wunderschöne Kopfballtor von Giulia Bohn zum 2:1 war ein Trostpflästerchen. Schließlich machte Janin Heidemann den 3:1-Finalsieg perfekt. Zuvor war das kleine Finale im Neunmeterduell entschieden worden. Bei der stimmungsvollen Siegerehrung konnte City-Kapitänin Maria Heidemann den Siegespokal entgegennehmen.
Neben Torjägerin Wykret wurde Viktoria Mandl vom Team Göritz/Schmölln als beste Torfrau des Tages geehrt.