Die 20. Auflage der Kinderolympiade „Wieselflink und Bärenstark“ für Zweitklässler hätte eigentlich auf Grund des Jubiläums etwas Besonderes werden können – besonders fiel sie dann am Mittwoch auch aus – nämlich in abgespeckter Variante wegen der Corona-Pandemie. Es sagten nur fünf Klassen aus drei Schulen mit 104 Kinder zu (Brecht- und Kästner-Grundschule Schwedt, Cornelia-Funke-Grundschule Passow). Drei Schulen meldeten sich aus unterschiedlichen Gründen ab.

Absagen war keine Option

„Auf keinen Fall wollten wir die Olympiade sang- und klanglos wegfallen lassen. Schließlich konnten wir schon den Schulvergleich der 2. Klassen im April wegen Corona nicht durchführen“, so die IG-Geschäftsführerin Romy Tümmler. „Vor lauter Corona-Regeln und wie sie umgesetzt und eingehalten werden können, haben wir jedoch glatt weg verdrängt, dass es die bereits 20. Auflage ist“, fügte sie hinzu.
Um die Kinder frühzeitig an den Sport heranzuführen, organisiert die IG Sport Schwedt zwei Veranstaltungen unter dem Motto „Wieselflink und Bärenstark". Hierzu gehört der Schulvergleich der 2. Klassen der Schwedter Grundschulen im Frühjahr und dann im Herbst die Einzelvergleiche der Schüler der neuen 2. Klassen in der Kinderolympiade.

Prüfungen an fünf Einzelstationen

Nach der Eröffnung durch Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl begann das große Gewusel auf dem Külz-Sportplatz. Das Wetter spielte wunderbar mit, trotz Regenvorhersage. „Im vergangenen Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt eine Hitzeschlacht bei über 30 Grad zum meistern“, erinnerte sich Tümmler. Nach der getrennten Erwärmung der einzelnen Klassen gingen diese an die fünf verschiedenen Stationen. Ein 30-Meter-Sprint, 400-Meter-Lauf, Standweitsprung, Vollballstoß und Schlängellauf waren zu absolvieren. Die drei besten Mädchen und Jungen in jeder Disziplin wurden am Ende geehrt, aber auch die beiden besten Mehrkämpfer. Hier siegten Jona Hechtfisch von der Brecht-Grundschule mit 468 Punkten und Luis Wagner von der Cornelia-Funke-Grundschule Passow mit 444 Zählern.

Hochspannender Pendelstaffelwettbewerb

Spannend ging es auch bei der abschließenden Pendelstaffel zu. In zwei Vorläufen gaben die zehn Kinder pro Klasse noch einmal alles, auch die hochmotivierende Passower Klassenleiterin Elke Gebert, die schon zuvor an den einzelnen Stationen jedes ihrer Kinder lautstark anfeuerte. Sie „ flippte" hier förmlich aus. Ihre Stimme wollte schon gar nicht mehr so richtig, eine Heiserkeit wird wohl folgen. Aber als die Staffelstab-Übergabe einmal nicht klappte und das Holz zu Boden fiel, war der Zeitverzug zu groß, um noch ins Finale zu kommen. Um den Sieg duellierten sich dann die 1a der Kästner-Schule und die 2b der Brecht-Schule. Es wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Man hätte schon ein Zielfoto als Beweis benötigt, um den Sieger eindeutig zu ermitteln, so haarscharf war der Einlauf. Deswegen entschloss sich der Veranstalter, beide Teams als Staffelsieger zu küren. Bei der Siegerehrung war den Kleinen die Aufregung anzusehen. Die sieben- und achtjährigen Grundschüler lieferten jedem Platzierten mächtig Applaus. Einige „Sportskanonen" standen gleich mehrmals auf dem Podest, so wie Lana Wernke und Jona Hechtfisch. Die zehn Goldmedaillen in den Einzeldisziplinen verteilten sich wie folgt: fünf für Brechtschule (Lana Wernke: 30 m Sprint in 5,17 s, 400 m in 1,33,08, Jona Hechtfisch: Slalom in 4,10 s, Weitsprung 1,50 m, Bennet Rosenkranz: Slalom in 4,25 s), drei für Passow (Luis Wagner: 30 m Sprint in 4,92 s – der einzige, der unter fünf Sekunden blieb, Robin Mohns: Volleyballstoß 4,95 m, Justin Kornweih: Weitsprung 1,55 m) und zwei für Kästner (Julian Szpilski: 400 m in 1:31, 41 min, Diama Bogdanow: Volleyballstoß 4,00 m).
Unterstützung bei der Durchführung bekam die IG Sport durch haupt- und ehrenamtliche Trainer der Schwedter Sportvereine sowie durch Schüler der Gesamtschule Talsand.