Deshalb wurden sie am Dienstag im Schwedter KOMM, dem Treff für Selbsthilfegruppen, nach der Gründung der neuen Regionalgruppe Parkison verteilt von Sonja Seehagen, frisch gewählte Vorsitzende, sowie Torsten Römer, dem Landesbeauftragten des Deutschen Parkinson Vereinigung. Die neue Vorsitzende ist verheiratet.
Gut 20 von Parkinson betroffene Menschen und Angehörige hatten sich zur Gründungsveranstaltung eingefunden. Sonja Seehagen schätzte, dass ungefähr 80 von der Krankheit Betroffene in Schwedt und im Umland leben. Sie selbst hat das Ehrenamt angetreten, weil sie die Krankheit aus dem eigenen Familienkreis kennt und Betroffenen helfen möchte. Die neue Gruppe soll ihnen Austausch ermöglichen, Hilfe und Beratung untereinander organisieren und von Medizinern. "Aber vor allem wollen wir Freude miteinander haben, denn das Leben geht weiter, trotz der Krankheit", sagte Sonja Seehagen. Was wünschen sich Parkinson-Kranke selbst? Torsten Römer fasst das so zusammen:"Parkinson-Kranke bewegen sich langsamer -lasst uns Zeit. Manche von uns haben ein Maskengesicht - seht uns nicht als gefühllos an. Wir brauchen Hilfe - aber auch Selbstständigkeit. Wir denken langsamer -seht uns nicht als dement an. Wir zittern und schwanken - seht uns nicht als Alkoholiker. Nehmt uns weiterhin ernst. Wir sind die gleichen Menschen wie früher."
Die vom Volksmund als Schüttellähmung benannte Krankkeit beschreibt Römer mit den Worten von Stephan Weißmeier so: "Behindert und nicht behindert. Beweglich und nicht beweglich. Man kann alles und doch nicht alles. Still stehen und Treppen steigen. Gern reden und und doch schweigen. Fest kleben, und dann losrennen. Wollen, aber nicht können. Es ertragen und sich dazu bekennen, mal zappeln und mal zittern. Ein Körper hinter Gittern. Eingesperrt sein, nur die Gedanken sind frei."
In Brandenburg gibt es 20 Parkinson-Regionalgruppen mit etwa 550 bis 600 Mitgliedern.