"Hat's euch gefallen?" Das langgezogene und unüberhörbare "Jaaaaaaaaaaaaa!" der fünf- bis 14-jährigen Teilnehmer war eigentlich bereits Fazit genug für fünf Tage oder neun intensive Trainingseinheiten beim ersten Besuch der Rummenigge-Fußballschule in Schwedt. "Wir haben solch ein großartiges Feedback von ganz vielen Eltern bekommen, dass wir jetzt schon definitiv sagen können: In der vorletzten Sommerferien-Woche des Jahres 2017 wird es erneut solch ein Camp geben."
Der das sagt (Maik Kaszemaikat) hat ganz wesentlichen Anteil am Zustandekommen der Fußballwoche im Waldsportanlage-Areal, das der FC Schwedt seit vielen Jahren bewirtschaftet. "Wir haben hier allerbeste Bedingungen, wurden ganz großartig empfangen und freuen uns auf interessante und für die Kinder auch sehr lehrreiche Tage", hatte Michael Rummenigge schon am Anfang der Woche gesagt. Er ließ es sich nicht nehmen, persönlich die ersten beiden Tage zu begleiten. "Zeitgleich läuft noch ein Camp auf Sylt, insgesamt absolvieren wir inzwischen mehr als 40 im Jahr, nachdem wir vor genau 20 Jahren mal mit zweien angefangen haben", spricht Rummenigge auch über die große Erfahrung, die er und sein Team mit fünf ausgebildeten A- oder B-Trainern bzw. Fußballlehrern mit in die Oderstadt gebracht haben.
Die in vier Gruppen nach Altersbereichen eingeteilten Fußballtalente üben am Tag unserer Stippvisite an fünf verschiedenen Stationen: Torschuss, Dribblings, Kopfballtraining und vieles mehr stehen auf dem Programm. "Wir haben viele Übungen miterlebt, die selbst unsere Landesligaspieler noch nie in ihrem Fußballleben gemacht haben", würdigt Maik Kaszemeikat. Nebenan ruft Christian Sackewitz (in seiner eigenen Karriere mit fast 300 Erst- und Zweit-Bundesligaspielen) beim Kopfballtraining: "Man darf sich auch vom Boden lösen - das nennt man dann Sprung!" Der Spaß kommt also auch nicht zu kurz. Das findet auch die zehnjährige Mira von City Schwedt: "Wir haben Fußball gespielt, jongliert, gedribbelt, viele andere Übungen gemacht - alles hat richtig Spaß gemacht." Das laute "Ja!" zum Abschluss der Woche zeigt eindeutig, dass sie mit dieser Meinung die absolute Mehrheit trifft.
Bis zu sechs Stunden wurden pro Tag trainiert - wenn Zeit zwischen den einzelnen Übungen blieb, konnte der "Fun-Park" genutzt werden, um sich weiter fußballerisch die Zeit zu vertreiben. In ihren schicken T-Shirts - zum Jubiläum der Schule diesmal in Schwarz und Weiß gehalten - zeigten die Nachwuchstalente überall großen Einsatz.
Der FC Schwedt als Gastgeber hatte sich alle Mühe gegeben, diese teilweise sehr heiße Woche zu einem bleibenden Ferienerlebnis für die Kinder zu machen. Frau und Tochter von Maik Kaszemeikat engagierten sich toll im Versorgungszelt, die MMM-Kantine lieferte das Mittag. "Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffeln - wie bei Muttern", schwärmte Michael Rummenigge bereits am Montag.
Zum Abschluss sind am Freitagvormittag nun noch in zwei Altersgruppen (10 bis 14 Jahre und extra für die Kleineren) zwei "Mini-EM"-Turniere veranstaltet worden. Während bei den Kleineren Deutschland siegte, hatte Frankreich bei den Größeren die Nase vorn. Am Ende aber gab es bei der Siegerehrung für jeden einzelnen Teilnehmer die verdiente Anerkennung: einen Mini-Champions-League-Pokal, eine Urkunde, eine Medaille und eine Brotbüchse. Auch dies alles sind bleibende Erinnerungen.
Die "Wiederkehrrate" in die Camps soll laut Rummenigge übrigens bei bis zu 70 Prozent der Teilnehmer liegen - man kann also auch in Schwedt und der umliegende Region davon ausgehen, dass die Plätze für das Sommercamp 2017 wieder heiß begehrt sein werden.