Der Bücherfrühling ist ausgebrochen und hat auch in Schwedt seine Liebhaber gefunden. Einige von ihnen füllen am heutigen Sonnabend einen ganzen Lesebus. Er fährt mit 57 Passagieren im Auftrag der Schwedter Verlagsbuchhandlung Ehm Welk zur Leipziger Buchmesse. Dort können Literaturfreunde aus Angermünde, Gartz und Schwedt sich über neueste Verlagsproduktionen informieren. Während der Hinfahrt findet die Buchpremiere "Wildes Leben am großen Strom" statt.
Das Werk ist soeben in der Verlagsbuchhandlung Ehm Welk erschienen. Die druckfrischen Exemplare sind am Freitagnachmittag im Geschäft in der Vierradener Straße eingetroffen.
Autor Roland Schulz fährt im Messebus mit. Er ist 59 Jahre alt und lebt als Forstwirt und Umweltjournalist seit 1994 in der Uckermark. Viele Jahre hat er im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gearbeitet. Manche seiner Natur-Sachbücher und -Bildbände sind preisgekrönt. In seinem neuen Buch bündelt Roland Schulz, der auch zertifizierter Natur- und Landschaftsführer ist, ein ganzes Jahr intensiver Naturerfahrungen in den Wäldern der Uckermark und im Bruch an der Oder.
"Unser Autor fasst die unglaubliche Vielfalt der uckermärkischen Natur in Worte. Zahlreiche Fotos ergänzen das Buch auf wunderbare Weise", erzählt Buchhändlerin Stephanie Schmook. Die Passagiere im Messebus haben die einmalige Gelegenheit, Roland Schulz zum Entstehen seines Buches auszufragen. Der Autor ist während der Fahrt quasi im Bus"gefangen".
Auf eine weitere Neuerscheinung in diesem Bücherfrühling macht das Schwedter Frauenzentrum aufmerksam.  Dort findet am kommenden Donnerstag um 17 Uhr eine Lesung mit Schriftstellergespräch und musikalischer Begleitung durch die Rennsteig-Combo statt. Die Leipziger Autorin Kati Naumann stellt ihr Buch "Was uns erinnern lässt" vor. Der HarperCollins-Verlag hat es herausgebracht. Kati Naumann erzählt in ihrem Buch eine Familiengeschichte am Rennsteig an der innerdeutschen Grenze. Sie geht der universellen Bedeutung von Heimat, von den Träumen und Entbehrungen der Bewohner im DDR-Grenzgebiet nach.
Die Autorin ist Jahrgang 1963 und schildert in ihrem Werk auch Zwangsumsiedelungen, über die die Betroffenen teilweise noch heute schweigen. Für die Arbeit an ihrem Roman führte sie unzählige Gespräche mit Zeitzeugen vor Ort: Darüber, wie sich die Menschen in der Sperrzone fühlten und wie es ihnen heute mit diesen Erinnerungen geht.
Lesung im Schwedter Frauenzentrum, 28. März, 17 Uhr