Es wurde ein Empfang der Superlative: Übervoller großer Saal an den Uckermärkischen Bühnen. Pointenreicher Schlagabtausch von Bürgermeister Jürgen Polzehl und Sparkassenchef Jürgen Dybowski. Bejubelte Auszeichnungen für Ehrenamtler und die Darbietungen des Tanzsportclubs Schwedt. Faktenreicher Jahresrückblick sowie Aussicht auf Jubiläen und Feste 2020.
Menschen und Millionen
Überraschungsgast des Abends war der Alte Fritz, der in Mephisto-Manier aus dem Bühnenboden empor glitt und gegenüber Bürgermeister und Sparkassenchef frotzelte: "In Schwedt stimmen die Finanzen – dass ich das noch erleben darf!" Theaterintendant André Nicke hatte sich diese Rolle auf den Leib geschrieben. Seine satirischen Seitenhiebe aufs lokale Geschehen wurden mit viel Beifall bedacht. Der Alte Fritz kündigte schon mal an, dem Festumzug zum Stadtfest im September voranschreiten zu wollen.
Was das Jahr 2019 an Vielfalt für Schwedt brachte, war nur schwer in dem traditionellen Film unterzubringen: 300 Aussteller zur Messe Inkontakt, 60 Jahre Papierproduktion durch die Leipa, Riesen-TÜV für 25 Raffinerie-Anlagen im PCK, vier Millionen Besucher seit Bestehen des Schwimmbades Aquarium, mit 623 Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr so viel wie nie. Außerdem bestätigte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, dass Schwedt fahrradfreundlich ist. Schöneberg darf zwar zu Schwedt wechseln, wird aber nicht losgelassen. Um Jungbäume und Gehölze vor dem Verdursten zu retten, ließ die Stadt eine Million Liter Wasser fließen. Am Ende sagten Polzehl und Frank Schäpe die vier entscheidenden Worte: "Das Büfett ist eröffnet".
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Nach dem Zugaben-Schluss-akkord der bestens aufgelegten Big Band der Musik- und Kunstschule mit ihrem Song "Copa-cabana" stürmten die Zuschauer ins Foyer. Es erwies sich schnell als viel zu eng. Dort hatten ub-caterer Frank Schäpe und sein Team rund 6500 Schnittchen und Häppchen sowie 200 Brezeln kre-denzt. Mit Gesprächen und guten Wünschen ließen Freunde, Bekannte und Kollegen dieses gesellschaftliche Ereignis erst nach Mitternacht ausklingen. Lehrerin Ingrid Manthey von der Grundschule "Bertolt Brecht" war zum ersten Mal dabei und strahlte: "Eine tolle Präsentation von Zahlen und Ereignissen. Und was für ein schönes Kulturprogramm."
Christiane Köhler von der evangelischen Kirche Schwedt freute sich: "Ich bin immer guter Laune, wenn ich die Präsentation des Bürgermeisters höre. Wir können stolz sein auf diese Stadt."
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Warum kommen Sie zum Neujahrsempfang an die ubs.?


Katrin Riske (49): "Ich will einfach viele Leute treffen, mit dem einen oder anderen quatschen – hier ist immer eine gute Stimmung an diesen Abend. Und es gibt ja auch immer etwas Schönes zu essen."Patrick Richter (36), Vorsitzender Verein Feuerwehrhistorik Kunow: "Ich bin jedes Jahr hier. Ist ein schöner Termin. Vor allem ist es sehr interessant, kompakt zu sehen, wie viel sich in Schwedt in einem Jahr tut."Alin Pöppel (23): "Ich arbeite seit letzten Sommer selbst im Rathaus, bin auch für drei Ortsteile zuständig, beim Empfang aber zum ersten Mal dabei. Ich finde schön, dass der Abend echt locker gestaltet ist." Klaus Niemann (69), bis 2010 Geschäftsführer im PCK: "Ich wollte mal gucken, ob Sie’s hier noch gut haben. Ich lebe jetzt in Oberhausen am Rande des Ruhrgebiets, bin inzwischen seit zwei Jahren in Rente."Angelika Korfin (63): "Wir sind als Hot-Boots-Tanzgruppe doch ein Teil dieser Stadt, oft bei Festen aktiv. Da wollen wir uns auch auf dem Empfang zeigen. Am Sonnabend treten wir auf der Grünen Woche auf."