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"Eins, zwei - angezapft ist!" - Mit zwei gekonnten Schlägen ließ der Schwedter Bürgermeister Jürgen Polzehl am Freitagabend den Zapfhahn ins Bierfass krachen. Dann schäumte das Freibier und das Schwedter Oktoberfest 2017 war offiziell eröffnet. Polzehls Kommentar danach: "So wie in München, so auch in Schwedt!" Anschließend traten DJ Simon und DJ Sascha an, um die Leute im Festzelt mit ihren Hits von den Hockern zu reißen. Die Besucher hielten sich in dieser Nacht mehr zurück als in den Vorjahren. Besser gelang das diesmal Feuertänzerin Marie aus Neubrandenburg neben und der Band F.altenrock auf der Bühne von Antenne Brandenburg in der Auguststraße.
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Auf dem Alten Markt hämmerten die Lautsprecher der Fahrgeschäfte die Bässe bis tief in die Wohn- und Schlafzimmer der Anwohner. Was die einen um den Schlaf brachte, animierte die anderen auf dem Rummel zur Himmelsfahrt mit dem Riesenrad, zu Kreisch-Kreisen auf dem Aqua King (ab Sonnabend stand die heiße Spaßschaukel still), beim Autoscooter auf Kollisionskurs zu gehen oder sich vom Frei-Fall-Turm gut gesichert in die Tiefe zu stürzen. Henry Probst, 1. Vorsitzender des Schaustellerverbandes, kommt mit seinen Spaß-Experten gern nach Schwedt. Er erklärt, warum: "Wir sind seit ziemlich 20 Jahren her in Schwedt. Warum ich das hier so herrlich aufbaue? Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert einwandfrei und es kommen immer viele Besucher." Henry Probst ist ein Abkömmling der berühmten gleichnamigen Zirkusfamilie. Auch Mandelhändler Horst Kluge aus Dresden meint: "Ich komme her, weil dieser Markt sehr schön aufgebaut ist. Jedes Jahr wird er besser." Einer unter den Tausenden von Besuchern war Manfred Heinze aus Schwedt: "Wenn ich kann, gehe ich zum Oktoberfest. Es ist eines der schönsten Feste in der Gegend."
Steffen Schwanitz und Gerald Fürst luden am Sonnabend im MOZ-Familien-Café in der Karthausstraße zu Kaffee und Kuchen. Die beliebte MOZ-Glastasse gab es gratis dazu. Jede Menge Erinnerungsfotos von Café-Besuchern schossen am großen Stand der Heimatzeitung Jacqueline Pötke, Nadine Ordowski und Anika Süße. Am späten Nachmittag und Abend dünnte der Regen den Besucherstrom unter freiem Himmel aus. Dafür wurde das große Festzelt abends zur knackevollen Partyzone. Die Musik der Avus-Band lockte Frauen und Männer in Scharen auf den trockenen Tanzboden. Die Gäste tranken und tanzten sich die Nacht warm. Gegen 22 Uhr wurde die Stadtbrücke kurz gesperrt. Trotz Sprühregens startete Enrico Lohbach das Höhenfeuerwerk. Der Feuerwerker schickte schätzungsweise 800 feuerspeiende Bomben und Bömbchen hoch, malte Chrysanthemen und andere Feuerblumen an den Himmel. Die Bewunderer standen nicht so dicht gedrängt wie in Vorjahren auf der Stadtbrücke und am Bollwerk, aber sie zollten dem Pyro-Künstler Beifall.
Hunderte Fans versammelten sich am Sonntag vor der Antenne-Bühne, um die Pallas Show Band und Stargast Ireen Sheer zu sehen und hören.
Das Oktoberfest verlief überwiegend friedlich. Mehrfach verwies der Sicherheitsdienst Störer des Platzes. Die Polizei sprach von "Gewahrsamnahmen im unteren einstelligen Bereich" zur Durchsetzung der Platzverweise.