Die für Oktober angekündigte Wiedereinführung der normalen Sprechzeiten im Einwohnermeldeamt ist wieder abgesagt. Wie die Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt, Heike Voigt, bestätigte, bleibt es bei der Zugangsregelung zum Rathaus und zu den Büros in der Alten Fabrik nur nach vorheriger Terminvergabe.
Seit dem Frühjahr ist das Rathaus für den normalen Besucherverkehr geschlossen. Eintritt erhält nur, wer vorher telefonisch oder per Mail einen Termin vereinbart hat. Jetzt hat die Stadt von der geplanten Lockerung Abstand genommen, weil sie andernfalls einen unbeherrschbaren Ansturm der Bürger befürchtet.

Meldeamt wäre möglichem Ansturm nicht gewachsen

Derzeit sind im Meldeamt knapp 400 Termine für die kommenden zwei bis drei Wochen vergeben. „Öffnen wir jetzt für den normalen Besucherverkehr, könnten diese Bürger alle sofort kommen. Einem solchen Ansturm wären weder der Wartesaal noch die vier Arbeitsplätze im Meldeamt gewachsen“, begründet Heike Voigt.
Die Stadt will dennoch die Bedingungen für Bürger, die zum Meldeamt wollen, verbessern. Sie will den Zugang wieder vom Hintereingang zurück zum Haupteingang an der Vorderseite verlegen und im Foyer, wo bisher wechselnde Ausstellungen ihren Platz hatten, einen Wartebereich einrichten. Bürger, die zu einem Termin im Meldeamt kommen, müssen dann nicht mehr draußen oder in dem Pavillonzelt auf dem Hof warten.

Software für Online-Terminvergabe geplant

Mittelfristig ist zudem geplant, eine Software einzuführen, die eine Online-Terminvergabe ermöglicht. Für Fälle, die dringlich sind und keinen Aufschub bis zu einem freien Termin im Meldeamt dulden, rät die Amtsleiterin, das Anliegen telefonisch den Mitarbeitern des Meldesamtes zu erläutern.