In fließendem Polnisch informierte Beraterin Regina Gebhardt-Hille über rechtliche Bedingungen am deutschen Arbeitsmarkt. „Zudem habe ich ein paar ganz konkrete Jobangebote dabei“, erzählte sie. Unter den Interessenten war auch ein 34-jähriger Elektrotechniker aus Gryfino. Da er noch Arbeit in Polen hat, wollte er seinen Namen lieber nicht nennen. „Ich fahre zum Arbeiten nach Stettin oder noch weiter in Polen, da kann ich auch in Deutschland arbeiten“, sagt er. In einem sehr guten Monat verdient er mit Überstunden in Polen bis zu 1000 Euro, erzählt er. „Meist ist es aber weniger.“ In Deutschland hofft er, deutlich mehr Lohn zu bekommen. Nach Schwedt ziehen möchte er aber nicht. „Nein, meine Frau hat Arbeit in Gryfino, und eins meiner beiden Kinder geht dort zur Schule“, sagt er.
Er spricht fließend deutsch, weil er von der 5. bis 7. Klasse in Deutschland lebte. Das ist aber eher selten. Von den anderen neun interessierten Polen, darunter nur eine Frau, sprechen die meisten kaum deutsch. Dass diese Sprachkenntnisse aber nötig sind, darauf wies auch die Jobvermittlerin bei den anschließenden Einzelgesprächen hin.