Weil eine Schwedterin mit einer befreundeten Familie aus Kenia zu einem Fest der Wohnungsbaugenossenschaft ging, wurde ihr eine Woche später gedroht. Die Frau zeigte bei der Polizei an, dass sie einen Anruf von einem unbekannten Mann erhielt, der ihr mit den Worten drohte: "Wenn du noch einmal mit einer schwarzen Familie zu einem Fest gehst, wird dir was passieren." Die Polizei nahm eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Bedrohung auf und ermittelt gegen Unbekannt.
Der Anrufer hatte nach Angaben der Frau die Rufnummer-­erkennung unterdrückt, in ihrem Telefondisplay erschien "ano-­nym". Diese Anonymität ist jedoch nicht sicher. Kriminalbeamte der Inspektion Uckermark erklärten, dass es durchaus Möglichkeiten zur Ermittlung des Anrufers gebe. Dem Unbekannten droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.
Nach Paragraf 241 des Strafgesetzbuches ist es eine Straftat, einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens zu bedrohen.
Die Frau sagte, sie wolle den Vorfall nicht einfach so hinnehmen und sich nicht einschüchtern lassen. "Diese Stadt ist nicht ausländerfeindlich. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht, ich möchte nicht, dass ein falscher Eindruck von Schwedt entsteht", sagt sie.