Vor zwei Jahren gründete Sven Ketel an der Talsandschule den Technikstützpunkt. „Wir fingen an mit drei Arbeitsgemeinschaften: Autobau und Elektronik. Inzwischen sind sechs AGs dazugekommen. Bei uns an der Schule ist an vier Tagen in der Woche am Nachmittag was los“, erzählt Sven Ketel.
„Kinder müssen sich ausprobieren können. Im Unterricht können wir sie nur anpicken, sie neugierig machen. In der Arbeitsgemeinschaft haben sie die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen“, sagt der Informatiklehrer. Stolz zeigt er auf kleine, hübsche Käfer, die die Schüler mit dem 3D-Drucker herstellten. Den elektronischen Unterbau bauten die Schüler auch selbst. In jeder seiner Werkstätten zeigt er, womit sich die Schüler mit ihren neun AG-Leitern beschäftigen und was dabei entsteht. Der Lehrer, der auch im Fach Wirtschaft, Arbeit, Technik (WAT) betreut, ist rührig. Er suchte sich Unterstützung in den Unternehmen von Schwedt, etwa bei den Stadtwerken und der PCK. Die Raffinerie sponsert seit Jahren und unterstützt sein Engagement. Angefangen hatte das mit der Lego-Leaque, der AG mit den kleinen, aus Lego-Steinen und Prozessoren zusammengebastelten Robo-Fahrzeugen.
Am Freitag überreichten PCK-Personalleiter Jens Haselow und Kommunikationschefin Vica Fajnor einen Geldschein im XXL-Format mit der Aufschrift 3000 Euro an den Technikstützpunkt. Sven Ketel hat schon eine Idee, was er mit dem Geld macht. „Natürlich werden wir das Geld gut investieren in die Ausstattung der Schüler-Arbeitsgemeinschaften mit Material und Maschinen. Und wir wollen ja weiter wachsen, auch dafür brauchen wir finanziellen Anschub, für den der PCK-Scheck sehr zurecht kommt“, so Ketel.
In dieser Woche startet der Stützpunkt die neue AG Modellbauwelt Minecraft, ein Online-Spiel, mit dem die Spieler ganze Welten bauen und konstruieren. Auch für eine Holzwerkstatt und eine Papierfabrik gibt es bereits Pläne.