Ein Verein, in dem "die Leute so positiv verrückt sind und alles dafür tun, dass auch Sportler mit Handicaps ihre besonderen Fähigkeiten in einer Sportart voll zur Geltung bringen können, ist einfach eine grandiose Sache". Wolfram Götz, Generalsekreträr des Deutschen Kanu-Verbandes, den es nach eigenem Bekunden als eingefleischtem "Wessi" aus Duisburg noch nie so weit zu einem Verein im deutschen Osten verschlagen hatte, war voll des Lobes und stolz, Gast des kleinen Empfangs zu sein, den der Verein Wassersport PCK in Schwedt seinen erfolgreichen Teilnehmern an den Special-Olympics-Weltspielen am Montag bereitete.
Die verdient große Aufmerksamkeit galt der 18-jährigen Leona Johs und Jan Eichler (44), die in der Summe zwei Gold- und vier Silbermedaillen in Abu Dhabi (Vereinige Arabische Emirate) errungen hatten. Eine Medaille gewann Eichler im 500-Meter-Einer, zwei Medaillen holte er sich im Zweier gemeinsam mit seinem nichtbehinderten Schwedter Unified-Partner Thomas Brockmann, der urlaubsbedingt am Montag leider nicht anwesend sein konnte. "Das Beste waren die Wettkämpfe", bekannte eine glückliche Leona Johs, die vor allem im 500-Meter-Einzelrennen eine herausragende Leistung gegen die favorisierte russische Kontrahentin mit dem Sieg belohnt hatte, einen weiteren Weltspiele-Erfolg mit ihrer Berliner Zweier-Partnerin feierte und im Einzel über 200 Meter Zweite wurde. Familien- und Vereinsangehörige, unter anderem Heim-Trainer Gerhard Bowitzky, hatten in Abu Dhabi live die Rennen miterlebt. Mitgefiebert, angefeuert, mitgejubelt!
Fotos und auch einige filmische Impressionen unter anderem von der grandiosen Eröffnungsfeier im mit 55 000 Zuschauern gefüllten Stadion ließen kein anderes Urteil zu: Es war wie bei "richtigen" Olympischen Spielen. "Das war alles voll gut – ich habe drei Silbermedaillen", ließ Jan Eichler seiner Freude am Montag noch mal freien Lauf.
Trainer Gerhard Bowitzky erinnerte auch noch einmal an die sensationelle Vorbereitung – unter anderem mit einem zweiwöchigen Februar-Trainingslager unter exzellenten Bedingungen in Portugal – die den Athleten insbesondere durch die Unterstützung der Lebenshilfe Uckermark und des EJF ermöglicht wurde. "Es war wie bei unseren Olympiasiegern Sebastian Brendel und Jan Vandrey", verglich er. Brendel sandte dann auch herzliche schriftliche Glückwünsche an die Special-Olympic-Athleten.
Die Stadt, für welche die neue Sportamtsleiterin Andrea Schelhas mit den Worten "Ihr habt mit eurem Weltklasse-Niveau auch Schwedt einmal mehr in die Welt getragen" gratulierte, und auch die Stadtwerke durch Pressesprecherin Karin Hadinek waren mit kleinen Geschenken zur Stelle.

Infokasten Überschrift


Hier beginnt der Infotext fett und danach wieder normal Autor XXX