Vor den Uckermark-Passagen in Schwedt rattert ein Abrissbagger mit hydraulischen Meißel und hämmert Löcher in den Asphalt. Die Friedrich-Engels-Straße wird abgerissen, zumindest eine Hälfte der alten vierspurigen Magistrale.
Nachdem die Stadt die Straße und ihre Zufahrten mit Fördermitteln für Stadtumbau auf einer Seite erneuert hat, wird nun der andere, alte Teil entsiegelt. Die Maßnahme ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff in die Natur beim Bau der neuen Papiermaschine PM 5 für Verpackungspapier der Firma Leipa. Als Ausgleich für Flächen, die auf dem Werksgelände dafür versiegelt weren mussten, sorgt das Unternehmen nun im Abrissviertel Waldrand für Entsiegelung nicht mehr benötigter Flächen. Solche Flächenentsiegelungen hat die Firma Leipa auch schon am Langen Grund und auf einem ehemaligen Parkplatz an der Seelenbinderstraße, der zuletzt für die Verkehrserziehung genutzt wurde, bezahlt.
Die zwei Fahrspuren der Engelsstraße Richtung Waldrand werden jetzt aufgebrochen, der Asphalt abtransportiert und recycelt. Anschließend stehen die Flächen für die Ersatzpflanzung von Bäumen zur Verfügung. Die Stadt hat die Pflanzung von zwei Baumreihen geplant.