Ein 4-Sterne-Business-Hotel soll in Schwedt gebaut werden. Der Investor würde 20 bis 30 Millionen Euro dafür ausgeben.
Dort, wo früher die alte Stadtbibliothek stand, könnte bald ein Hotel errichtet werden. Direkt an der Stadtbrücke. Getrennt durch die Oderstraße vom Haus Polderblick und dem Restaurant Martin´s, zwischen Altem Markt und Bollwerk am Kanal. Eine Prinzenfläche, die auf einen besonderen Investor gewartet hat. Am Wasser und mit unverbaubarem Blick über den Nationalpark. Vollgepackt mit Stadtgeschichte bis unter die Erde.
Architekt Johan Sauer stellte die Hotel-Idee am Montag im Rathaus erstmals der Öffentlichkeit vor. "Wir sehen großes Potenzial in der Stadt und im Standort", begründete er namens des Investors die Entscheidung, in Schwedt zu bauen. Die KoHa Bauausführungen und Immobilien GmbH aus Berlin will den Millionen-Bau finanzieren. Sie hat im Vorjahr unter anderem ein 4-Sterne-Hotel in Altenhof am Werbellinsee fertiggestellt.
Nicht auf einen Spa- und Wellnessbereich zu verzichten, lautete der Rat von Vica Fajnor von PCK an die Investoren. Mit dem Hotelneubau würde ein lang gehegter Traum der Raffinerie in Erfüllung gehen. Das Unternehmen organisiere pro Jahr um die 700 Übernachtungen für Geschäftspartner. Derzeit gebe es nicht ausreichend Quartiere und auch nicht solche in gewünschter Qualität. Schon gar nicht während der Großabstellungen im Unternehmen, wenn Tausende von Monteuren Schlafplätze suchen. PCK habe schon daran gedacht, selbst zu bauen.
Theaterintendant Reinhard Simon sagte: "Mit dem Hotel würde auch ein großer Wunsch von uns in Erfüllung gehen. Wir haben viele Veranstaltungen mit großer Außenwirkung. Aber ich finde, das Hotel ist mit 209 Zimmern zu klein. Unter 300 sollte man gar nicht erst anfangen. Bescheidenheit ist Schwäche."
Wenn die Schwedter Stadtverordneten im September dieser Idee zustimmen würden, dann könnte nach Vorliegen der Baugenehmigung und aller Dokumente der Bauherren der Bau frühestes im Sommer 2020 starten. Als Bauzeit sind 18 Monate oder etwas mehr veranschlagt.
Den Kontakt zum Investor hatte übrigens Heinz Strüwing vom KOMM hergestellt.
Das Business-Hotel hatte in kleiner Runde etwa fünf aktive Mitbewerber. Aber bis zum nächsten 4-Sterne-Hotel müsste man schon 45 bis 50 Kilometer fahren, teilte die Rathaus-Wirtschaftsförderung mit.

Zahlen, Daten & Fakten


Zum 4-Sterne-Business-Hotel gehören sollen Tiefgarage, Ballsaal, Konferenzsäle und -räume, großes Restaurant. Gegenwärtig geplant sind 209 Zimmer, die 18 bis 25 Quadratmeter groß sein könnten. Die Ausstattung der Zimmer würde sich im 4-Sterne-Bereich bewegen. Ein Spa- und Wellnesbereich ist derzeit nicht Teil der Planung. dir