Mit umfangreichen Bauarbeiten will die Stadt Schwedt den Zustand der Vierradener Chaussee deutlich verbessern. Davon profitieren soll der Bereich ab dem Autohaus Wolter bis rund 150 Meter hinter den Bushaltestellen am Friedhof.

Die Vierradener Chaussee ist verschlissen

„Die oberen beiden Deckschichten sind verschlissen. Es gibt Mangelerscheinungen und durch das Eindringen von Regenwasser in der Frostperiode wird der Zustand immer schlechter“, begründet Bauleiter Lutz Chomek von der Stadtverwaltung die Sanierung. Letztmalig wurde die Chaussee vor über 20 Jahren instandgesetzt.
Die Bauarbeiten sollen nach den Herbstferien losgehen, also ab dem 26. Oktober. Die Sanierung macht eine Vollsperrung notwendig. Umleitungen werden ausgeschildert.

Umleitungen über die neue B2

Der Verkehr aus Schwedt in Richtung Vierraden wird an der Kreuzung Lindenallee/Marchlewskiring umgeleitet. Die Zufahrt zum Friedhof erfolgt über die B2 neu und die Straße zum Beyerswald erreichbar sein. Nach Vierraden kommt man ebenfalls über die B2 neu. Der Busverkehr soll über Neuer Mühlenweg und Friedhof erfolgen. Die untere Verkehrsbehörde hat dem zugestimmt. Die Bushaltestelle „Scholle“ kann deshalb noch angefahren werden. Die Bushaltestellen am Friedhof sind gesperrt. Direkt am Friedhof will die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft eine Ersatzhaltestelle einrichten.

Linksabbiegen nicht möglich

„Den Fuß- und Radfahrerverkehr zum Friedhof werden wir auf alle Fälle gewährleisten“, versichert Lutz Chomek. „Gerade im November wollen ja viele Einwohner die Gräber pflegen.“ Es habe außerdem Bemühungen gegeben, von der Stadt aus kommend das Linksabbiegen in die Passower Chaussee zu ermöglichen. So sollten größere Umwege für Anlieger im Wohnlager und in der Eigenheimsiedlung vermieden werden. Verkehrsbehörde und Bahn haben das aber nicht genehmigt. Ein Grund ist unter anderem, dass bei wartenden Linksabbiegern ein Rückstau auf die Bahngleise befürchtet wird.

Schwedt investiert 150.000 Euro

Wie Lutz Chomek sagt, sind drei Wochen Bauzeit vorgesehen. „Wir setzen auf gutes Wetter. Denn gerade bei Regen ist die Qualität bei so dünnen Asphaltschichten nur schwer zu gewährleisten.“ Auf einer Baustrecke von 520 Metern wird die Deckschicht und die darunterliegende Binderschicht abgefräst und komplett neu aufgebaut. Dann kommen die Fahrbahnmarkierungen. Außerdem kriegen die Bushaltestellen behindertengerechte Borde, sodass Passagiere mit Rollator oder Kinderwagen bequem in den Bus einsteigen können.
Zusätzlich wird die Zufahrt zum Grünen Anger in der Nähe des Autohauses höhenmäßig angepasst und mit Asphalt grundhaft ausgebaut. Die Stadt als Bauherr finanziert die Sanierung aus Eigenmitteln und investiert rund 150.000 Euro. Die Ausschreibung hat die Firma Berger Bau aus Berlin gewonnen.

Bald Bauende für Geh- und Radweg

Der Baubeschluss zur Sanierung der Vierradener Chaussee war erst auf der Stadtverordnetenversammlung im September gefallen. Die Bauanlaufberatung, bei der sich Stadt und Bauleute vor Ort verständigen, hat schon am 6. Oktober stattgefunden. Zwischen Beschluss und Baubeginn liegen nur fünf Wochen. Das hat man nicht so oft.
Lutz Chomek ist zuversichtlich: „Durch die Sanierung beugen wir weiteren Schäden vor. Mindestens für die nächsten 15 Jahre sollte in diesem Bereich Ruhe sein.“
Ein Bauende ist außerdem absehbar für die Sanierung des Geh- und Radweges an der Passower Chaussee. Beide haben sich in einem schlechten Allgemeinzustand befunden. Dort begannen die Bauarbeiten im Juli. Am Ende soll die Strecke mit Asphalt überzogen sein.

Sanierung in der Ortslage Vierraden geplant

Bereits jetzt laufen die Planungen für die Sanierung des dritten Bauabschnittes der Vierradener Chaussee. Er bezieht sich auf die Ortslage Vierraden im Verlauf der ehemaligen Bundesstraße 2. Ein Schadensbericht listet dort Unebenheiten in der Straßendecke und beginnende Schlaglochbildung auf. Es gibt Flickstellen, Risse, Verformungen und Absackungen am Straßenrand.
Die Stadt Schwedt plant deshalb dort einen grundhaften Ausbau. Der vorhandene Rad- und Gehweg wird jedoch nicht einbezogen. Allerdings soll die Straßenbeleuchtung durchgängig mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet werden. Den Alleencharakter der Chaussee wollen die Planer mit Lückenbepflanzung aufwerten.
Die Chausseestraße ist die Hauptstraße durch Vierraden. Sie bildet die Fortsetzung der Vierradener Chaussee, die am Bahnübergang Schwedt beginnt.