So auch ein junger Mann, der bei seiner eidesstattlichen Erklärung zwei Pkw verheimlichte. Die Sache flog durch Datenabgleich auf. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen falscher Versicherung an Eides statt. Vor dem Strafrichter des Schwedter Amtsgerichtes musste sich der Sünder letztlich verantworten. Den Grund für seine "gelisteten Fehlleistungen" nannte er auch: "Die zwei Fahrzeuge gehörten mir nicht, sondern meinem Arbeitgeber. Der bat mich darum, um mögliche Pfändungen zu vermeiden", so der Angeklagte. Sie hätten den Kaufvertrag formlos geschlossen, ohne dass Geld geflossen ist. Dass er dabei auch noch einen weiteren Pkw nebst Anhänger verschwieg, weil er nach eigener Einschätzung keinen Wert hatte, erbrachten entsprechende Datenabgleiche. Die Feststellung des Sünders, das alles wäre ja bekannt gewesen, weil der Antrag mit der Gerichtsvollzieherin ausgefüllt wurde, hielt einer Prüfung vor Gericht nicht stand.
"Ich hatte gegen den Angeklagten einen Zwangsvollstreckungsauftrag. Beim Ausfüllen der Formulare wurde teilweise geholfen und ergänzt, aber drei Fahrzeuge nebst Hänger wurden nicht benannt", so die Gerichtsvollzieherin als Zeugin. Alle Fahrzeuge werden aufgenommen, auch wenn diese keinen Wert haben. Doch diese Angaben wurden definitiv nicht gemacht, sonst wäre es vermerkt worden, so die Zeugin. Zwar bestätigte der einstige Arbeitgeber, dass er den Angeklagten gebeten hatte, zwei Fahrzeuge auf seinen Namen zuzulassen, um Versicherungskosten zu sparen. Geld sei dabei aber nicht geflossen. Das war alles nur pro forma. Zu gut deutsch: Vertragstrickserei! Im konkreten Fall allerdings zu Lasten des Betroffenen.
Die Staatsanwältin ließ hier auch keinen Spielraum. Die Fahrzeuge, ob von Wert oder nicht, ob Eigentum oder Alibi, wurden in der Erklärung nicht genannt. Das ist strafbar und soll mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten geahndet werden, so die Juristin.
Auch das Gericht sah im konkreten Fall keinen Grund für Milde und bestätigte die dreimonatige Freiheitstrafe auf Bewährung für die falsche eidesstattliche Versicherung. Da sich der Mann zudem noch wegen Verletzung der Unterhaltspflicht verantworten musste, wurde die Gesamtstrafe auf sechs Monate erhöht. Diese wurde für den Ersttäter zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt. "Sie haben die Fahrzeuge anzugeben, die in ihrem Besitz sind, und nicht den Wert einzuschätzen", lautete die richterliche Begründung.