Vize-Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe hat am Montagnachmittag 13 russische Studenten im Rathaus begrüßt. Sie kommen aus der Universitätsstadt Maikop, die 1250 Kilometer von Moskau entfernt in der Nähe der Stadt Tuapse liegt, mit der Schwedt eine Städtepartnerschaft vorbereitet.
Der Besuch der Studenten ist Teil eines Austauschprogramms des Vereins „Umwelt und Bildung“ in Zusammenarbeit mit dem russischen Verein „ÖkoNOM“. Bereits zum 22. Mal können russische Studenten auf diesem Weg Deutschland kennenlernen. Das deutsch-russische Projekt wurde in diesem Jahr von Vereinsmitglied Carina Krumm organisiert und steht unter dem Motto „Europäisches Kulturerbe“. Carina Krumm arbeitet in der Schwedter Stadtverwaltung und engagiert sich ehrenamtlich in dem Verein.
Annekathrin Hoppe empfing die Studenten im Beratungszimmer des Rathauses mit Kaffee und Kuchen. Sie informierte die Gäste ausführlich über die Oderstadt und präsentierte ein altes Schwedt-Gemälde. Anschließend stellte die stellvertretende Bürgermeisterin soziale und Naturschutz-Initiativen vor. Die Studenten berichteten über ihren Bau von Winterquartieren für Fledermäuse und weitere Naturschutzaktionen der Nichtstaatlichen Organisation „ÖkoNOM“.Eine russische Germanistikprofessorin, welche die Studentengruppe begleitet, übersetzte.
Das Austauschprogramm ermöglicht russischen Studenten die Unterkunft in Bungalows in Schwedt und ein einwöchiges Besuchsprogramm. Im Gegenzug erhalten Vereinsmitglieder von „Umwelt und Bildung“ die Möglichkeit, im Nordwest-Kaukasus Wanderungen zu unternehmen und die Stadt Maikop zu besuchen. Carina Krumm berichtete über ihre Erfahrungen mit dem Projekt: „Es ermöglicht den Studenten einen Blick auf die Welt. Sie lernen verschiedene Kulturen kennen und auch Probleme mit den Unterschieden. Das regt einige Studenten dazu an, Dinge verändern zu wollen.“
Für die Besuchswoche hat Carina Krumm eine Exkursion in die PCK Raffinerie, eine Paddeltour im Nationalpark Unteres Odertal, Besuche im Tabakmuseum und an den Uckermärkischen Bühnen geplant. Den Europäischen Hugenottenpark hatte die Gruppe bereits am Montagvormittag besucht. Auch Fahrten in die Hauptstadt Berlin stehen auf dem Programm.