Was passiert, wenn man einen Schokokuss ins Weltall wirft? Warum löscht Wasser Feuer und kann Wachs auch ohne Docht brennen? Solchen spannenden Fragen gingen die Jungen und Mädchen auf den Grund, die sich Chemkids nennen und der hoffnungsvolle Brandenburger Nachwuchs in Naturwissenschaften sind. Die besten 51 Kinder und Jugendlichen, die erfolgreich am diesjährigen Schülerwettbewerb Chemkids teilgenommen hatten, wurden am Wochenende zur feierlichen Auszeichnungsveranstaltung nach Schwedt eingeladen. Gastgeber dieser Jubiläumsrunde, die zum zehnten Mal ausgetragen wurde, ist seit vielen Jahren die PCK-Raffinerie. Das Chemieunternehmen, eines der größten Mitglieder im Arbeitgeberverband Nordostchemie als Initiator des naturwissenschaftlichen Experimentalwettbewerbs für Schüler in den neuen Bundesländern, unterstützt und fördert letztlich auch aus Eigennutz diese Form der Nachwuchsförderung. "Wir brauchen künftig viele junge Menschen auch in unserem Unternehmen, die nicht nur das glauben, was andere sagen, sondern sich trauen, eigene Wege zu gehen, zu prüfen, zu forschen und ihre Ergebnisse auch öffentlich zu zeigen. Und gerade das haben die kleinen Meisterdetektive in diesem Wettbewerb beispielhaft bewiesen", würdigte der PCK-Personalchef Jens Haselow den Wissensdrang und die Experimentierfreude der Chemkids. Insgesamt 4400 Schüler der 4. bis 8. Klasse, darunter 400 aus Brandenburg, haben sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb beteiligt. 51 Preisträger im Landeswettbewerb wurden ermittelt und mit ihren Familien nach Schwedt eingeladen. Die Preisverleihung selbst war mit einer spannenden, witzigen Experimentier- und Zaubershow ein anschaulicher Beweis dafür, dass Chemie viel mehr als trockene, endlose Formelreihen an der Tafel sein kann und überraschend viele Mädchen hier ihre Experimentierlust entdecken und im naturwissenschaftlichen Verständnis den Jungs nicht nachstehen. Darüber zeigte sich ganz besonders Dr. Thomas Drescher, Staatssekretär im Bildungsministerium, erfreut. Er war deshalb extra zur Auszeichnungveranstaltung der Chemkids nach Schwedt gekommen. Als ehemaliger Chemielehrer und Schulleiter weiß Drescher, wie wichtig es ist, Kinder schon frühzeitig auch durch praxisorientiertes, spannendes Lernen für Naturwissenschaften zu begeistern. Dafür brauche es nicht nur offene Schulen und engagierte Lehrer, sondern auch regionale Wirtschaftsunternehmen, die ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und frühzeitig Fachkräfte heranbilden. Die PCK-Raffinerie Schwedt sei ein sehr gutes Beispiel dafür, ob es um frühzeitige Berufsorientierung in Schulen, um Chemie-AG oder um Wettbewerbe wie die Chemkids geht.
Unter den 51 Preisträgern, die mit dem Prädikat "sehr erfolgreich" abgeschnitten haben, gehören auch Julia Rissmann, Tim Schulz, Janet Baumgart, Janek Grochowski, Sophie Hermsdorf und Tom Pfeifer (alle 7. Klasse) vom Angermünder Einstein-Gymnasium, Stella Hohaus und Eva Schnürer von der Schwedter Grundschule Am Waldrand und Marvin Laban. 7. Klasse des Gauß-Gymnasiums Schwedt. Marvin wurde für ein Schülerpraktikum "Chemie zum Anfassen" an der Fachhochschule Merseburg nominiert.