Von einem fünfstelligen Betrag ist die Rede, den Bürgermeister Jürgen Polzehl im Haushalt 2014 für den Wettbewerb einstellen möchte. Damit werden unter anderem die beiden befristeten Projektleiterstellen für Norbert Löhn und Christiane Wenzel unterstützt. Der Förderverein der Musik- und Kunstschule hatte bereits früh deutlich gemacht, dass er als Träger das riesige Projekt nicht allein stemmen kann. Der Vorsitzenden Konstanze Fischer wäre eine feste Stelle am liebsten, die direkt an die Kunstschule angegliedert wird. Doch angesichts der Haushaltslage redet davon bei der Stadt noch niemand.
Jürgen Polzehl dankte bei der Ausstellungseröffnung allen Sponsoren und betonte: "Wir als Stadt stehen zu diesem Wettbewerb." Um ihn noch weiter bekannt zu machen, werden die offiziellen Weihnachts- und Neujahrskarten der Stadt mit eingereichten Kinderbildern versehen. Außerdem hatte der Bürgermeister erstmals einen eigenen Sonderpreis ausgelobt und überreichte ihn dem 15-jährigen Julian Erdmann, Schüler des Gauß-Gymnasiums. Mit sechs Schwedter Schulen und erstmals einer Kita hatten sich in diesem Jahr wieder mehr Einrichtungen aus der unmittelbaren Region beteiligt. Aus Brandenburg kamen 34 gebündelte Einsendungen statt sechs im Jahr 2012 - ein "Umbruch", wie Klaus-Dieter Pohl vom Ministerium für Jugend, Bildung und Sport lobte.
Norbert Löhn und Christiane Wenzel hatten erstmals systematisch alle Brandenburgischen Schulen angeschrieben, ebenso die Goethe-Institute der europäischen Länder. Die internationale Jury, prominent besetzt unter anderem mit dem Brandenburgischen Kunstpreisträger Ronald Paris, hatte in vier Altersklassen je zehn Preise vergeben. Die meisten davon räumte Russland ab. Vier gingen nach Schwedt: an Laura Manth, Sophie Fröhbrodt (beide 16), Lena Gierke (9) und Xavian Ruthenberg (4). Der jüngste Preisträger kommt vom Integrativen Naturkindergarten. Dieser gestaltete mit dem Duo "Accordina" das Eröffnungsprogramm. Mit viel Elan sangen die Kleinen passende Lieder rund um Malen und Farben. Einen Sonderpreis gewann die Kunstgruppe der Förderschule "Im Odertal" für ihr Keramik-Orchester. Die neunköpfige Kinderjury hatte eine Katze, angefertigt in Kratztechnik von der dreijährigen Teresa Nadine aus Indonesien, zu ihrem Lieblingsbild erklärt. Alle Preisträger bekommen Zeichenmaterialien.
Neue Stellwände machen es möglich, dass die Bilder auf verschieden großen Elementen lockerer präsentiert werden können. Außerdem sind die Bilder nicht mehr nach Ländern sortiert, sondern thematisch. "Alle Pers-pektiven, die unterschiedlichen Denkweisen, wie Kinder leben - das alles spiegelt sich in den Bildern wider", schwärmte die 17-jährige Kathy-Lee Westergom, die erstmals die Ausstellung besuchte. "Da kriegt man ganz neue Ideen, wie die Welt funktioniert."
Ausstellung geöffnet bis 30. Oktober im Foyer der Ubs.