Der zwölfjährige Jeremy Schubert lehnt am Vormittag etwas erschöpft über der Sportplatzumrandung. Das sehe aber nur so aus. Er habe noch genug Power, versichert er. "Wir haben ja noch zwei Wettkämpfe vor uns", so der Zinndorfer, dessen Mannschaftskollegen teilweise um einige Köpfe kleiner sind als er. In der Altersklasse zehn bis 14 Jahre laufen für das gemeinsame Team von Zinndorf und Werder ein Acht- und sogar Sechsjährige in kleinen blauen Anzügen mit. Nachwuchsmangel ist der Grund. Für die Feuerwehren wird es immer schwieriger genügend Leute für eine Mannschaft zusammenzubekommen. "Deshalb wurde die Altersklasse 15 bis 17 im vorigen Jahr landesweit auf 15 bis 18 angehoben", erläutert Märkisch-Oderlands Kreisjugendwart Janko Petryk.
Er ist auch derjenige, der den Wettkampf der Feuerwehren am Sonnabend leitet. Nach der Hindernisstaffel folgen in Trebnitz die Gruppenstafette und der Löschangriff. Aus den Disziplinen setzt sich am Ende die Gesamtwertung zusammen. Die drei besten jeder Altersklasse nehmen an der Kreismeisterschaft teil. Konkurrenz gibt es allerdings nur bei den Jungs der Klasse zehn bis 14. Hier setzt sich Altlandsberg als Gesamtsieger von sechs Mannschaften durch. Bruchmühle und Zinndorf/Werder folgen. Aus Zinndorf kommt auch die einzige Mädchenmannschaft. Bei den älteren Jungs - 15 bis 18 -schlägt Müncheberg das Team aus Trebnitz/Jahnsfelde in der Gesamtwertung. Für die Ortswehrführer Wolfgang Stenzel (Jahnsfelde) und Henry Elsner (Trebnitz), deren Teams schon seit 2006 gemeinsam an den Start gehen, kein großes Problem. "Dabei sein ist alles. Hauptsache die Kinder haben Spaß", sagt Stenzel gelassen.