Die Vierlindener Gemeindevertreter haben den Vorentwürfen für die Bebauungspläne für die Windeignungsgebiete (WEG) Nr. 30 Seelow-Vierlinden (Hufen) und Nr. 39  Diedersdorf-Friedersdorf in dieser Woche die Zustimmung verweigert, die Beschlüsse vertagt. Hintergrund sind Ungereimtheiten in den vorgelegten Unterlagen.
Abweichende Angaben
So machte der Marxdorfer Dietmar Schütze darauf aufmerksam, dass im Text einer Vorlage an einer Stelle von zehn, an anderer von 15 Anlagen die Rede sei. Der Friedersdorfer Marco Höhne berichtete, dass er für das WEG Diedersdorf-Friedersdorf zwei abweichende Fassungen erhalten habe – eine als Ortsbeiratsmitglied und eine als Gemeindevertreter. Im Punkt 5.6. sei einmal von Verkehrsflächen und einmal von "vom Bauordnungsrecht abweichenden Abstandsflächen" die Rede. "Wie können wir das beschließen, wenn es zwei verschiedene Vorlagen gibt?", fragte der Friedersdorfer.
Er hat noch andere inhaltliche Probleme mit dem Vorentwurf. Zum Beispiel, was die Abstandsflächen zur Wohnbebauung betrifft. Die Formulierung "es besteht die Absicht, 1000 Meter einzuhalten", ist ihm zu vage. Er fordert eine Festlegung. Einer von der Gemeinde geforderten Abweichungsbefugnis für den Investor will Marco Höhne nicht zustimmen. Der Friedersdorfer Ortsbeirat sei insgesamt sehr ungehalten darüber, dass "unsere Forderungen zum Entwurf in keiner Weise berücksichtigt worden sind", erklärte Höhne.
Vertreter der Investoren zeigten sich über die Fehler betroffen, die im Zuge von Änderungen entstanden seien. Auf Fragen zu den vagen Angaben zur Höhe der Anlagen hieß es: Die Höhe von rund 250 Metern sei eine Höchstvorgabe, weil sich der Investor noch auf kein Modell festlegen wolle.
In die Dezembersitzung sollen Vertreter des Planungsbüros aus Stralsund eingeladen werden. Vierlinden hatte im Mai den Entwurf eines Teilflächennutzungsplan "Wind" beschlossen.