Mit einer Weltmeisterin auf Inline-Skates stehen? Auf dem Flugfeld zu Fuß oder auf Rollen runden drehen? In Neuhardenberg ist das alles rund um den Hangar möglich. Davon konnten sich am Sonnabend viele sportbegeisterte Familien aus dem Oderbruch, dem Landkreis MOL, aber auch ganz Ostbrandenburg und bis nach Polen überzeugen.
„Die 3. Auflage des ,Airport Run & Blade Night´ ging mit einem Rekordteilnehmerfeld von 304 Läuferinnen und Läufern zu Ende“, vermeldet Uwe Hädicke am Sonntag stolz. Gemeinsam mit Firmen aus der Region, Partnern und Sponsoren sowie dem Landkreis und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vor allem aber vielen Freiwilligen und seinen Mitarbeitern hatte er die Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Die Idee zum „Airport Run“ entstand während Corona

Geboren wurde die Idee dazu in der Corona-Zeit, als nur der Hangar auf dem Gelände genug Platz (und Luft) bot, um Sport zu treiben. „Es geht darum, sich zu bewegen, Sport zu treiben und Spaß zu haben“, sagte Hädicke am Sonnabend am Rande der Veranstaltung.
Daria Kuznetsova, Inline-Skate-Weltmeisterin aus Russland, die in Frankfurt/Oder studiert, zeigt Kindern im Hangar, was an man mit den rollenden Schuhen unter den Füßen alles machen kann.
Daria Kuznetsova, Inline-Skate-Weltmeisterin aus Russland, die in Frankfurt/Oder studiert, zeigt Kindern im Hangar, was an man mit den rollenden Schuhen unter den Füßen alles machen kann.
© Foto: Nadja Voigt
Dabei konnten sich nach 15 Uhr die Kleinsten von Weltmeisterin Daria Kuznetsova zeigen lassen, was man auf den Rollen, die ihr die Welt bedeuten, so alles anstellen kann. Mit Inline-Skates ging es zunächst im Hangar und später auch noch auf der Strecke rund. Aber auch mit allem anderen, was zwei bis acht Rollen hat: Fahrräder, Bobby-Cars, ...

Der älteste Teilnehmer war 72, der jüngste neun Jahre alt

Über die Distanz von 1, 7 oder 14 Kilometern traten die Läufer aller Altersgruppen gegeneinander an. Der älteste beim 7-Kilometer-Lauf war 72, der jüngste neun Jahre alt. Die meisten von ihnen waren schon zum zweiten oder dritten Mal nach Neuhardenberg gekommen.
Für den veranstaltenden Flugplatz und deren sportliche Leiterin, Dagmar Rocktäschel (TSG Seelow) ein großer Erfolg. „Alles ehrenamtlich und mit lokalen Sponsoren und vielen unterstützenden Vereinen organisiert, wurde dieses Volkssport-Event von Jung und Alt super angenommen“, so die leidenschaftliche Sportlerin aus Seelow.

Sportliches Gemeinschaftserlebnis und Volkssport-Event

Als sportliches Gemeinschaftserlebnis, um aktiv in den Herbst zu starten, lobte Laura Lohse, die eigens mit Freundin und zwei Kindern zum Skaten und Fahrradfahren über die in der Abenddämmerung beleuchtete Start- und Landebahn aus Bernau anreiste, die Veranstaltung.
Neuhardenbergs Bürgermeister Mario Eska gratuliert: Emanuel Christ Mekomou gewinnt den 7-km-Lauf beim "Airport-Run & Blade-Night".
Neuhardenbergs Bürgermeister Mario Eska gratuliert: Emanuel Christ Mekomou gewinnt den 7-km-Lauf beim „Airport-Run & Blade-Night“.
© Foto: Uwe Hädicke
Viele Helfer, so „Erste Hilfe Oderland“, der Neuhardenberger Carnevalsverein oder der Frankfurter Stadtsportbund unterstützen wie der KSB MOL diese Veranstaltung. Die Seelower Kindervereinigung als Partner von Beginn an hatte erneut die Weltmeisterin im Inlineskaten aus Frankfurt (Oder) ins Oderbruch eingeladen.

Ohne gegenseitige Unterstützung in der Region geht es nicht

„Sport an der frischen Luft war nicht nur im Coronajahr 2020 wichtig, jedoch ein wesentlicher Grund, hier auf dem 500 Hektar-Areal für alle lauffreudigen Oderländer und Gäste der Region dieses Event anzubieten“, so Uwe Hädicke vom Flugplatz Neuhardenberg. Wie in den Vorjahren war es auch Firmen der Region wichtig, zu unterstützen und dabei zu sein. So stellte Familie Palm vom Neuhardenberger REWE-Markt die Getränke zur Verfügung. Für SEWOBA-Geschäftsführer Hans Peter Thierfeld ist es wichtig, „das ehrenamtliche Engagement der Sportvereine wie der TSG Seelow, die über die Kreisstadt hinaus Gutes tun und zu einem positiven Image der Region mit beitragen, zu unterstützen.“
Jenny Buchholz aus Bad Freienwalde gewann in ihrer Altersklasse am Sonnabend beim Airport-Run in Neuhardenberg.
Jenny Buchholz aus Bad Freienwalde gewann in ihrer Altersklasse am Sonnabend beim Airport-Run in Neuhardenberg.
© Foto: Uwe Hädicke
Die Bestplatzierten beim 7-km-Lauf waren: Mekomou, Emanuel Christ (MJ U18) „Seelow Runner“ mit 28:41 min; Lahmann, Sabine (W 55 1) „SCC Berlin“ mit 29:10 min; Freimuth, Daniel (M 45 1) aus Frankfurt (Oder) mit 29:24 min. Bei der 14-Kilometer-Distanz: Becker, Andreas (M 20 1) aus Frankfurt (Oder) in 59:35 min; Glatzer, Robert (M 20 2), „SG Zechin“ in 59:58 min; Handrick, Karsten (M 45 1) „Handrickrunner“ in 1:01:55 h.