Mit Äxten, Motorsäge und schützenden Handschuhen bewaffnet trafen sich am Sonnabend Mitglieder des Anglervereins „Fröhlicher Hecht“ zum Arbeitseinsatz. Sowohl an den Vereinsgewässern in Gusow als auch in Platkow wirbelten sie. Die Angler reihten sich damit ein in den landesweit vom Dachverband ausgerufenen Hegetag.
„Wir legen bei unserer Jahreshauptversammlung immer sechs Arbeitseinsätze fest“, erklärte Gewässerwart Hendrik Jahn. Jeder der mehr als 80 Mitglieder, die zum Teil aus aus den umliegenden Orten kommen, müsse an mindestens einem im Jahr teilnehmen. Das klappe recht gut. Zu tun gebe es stets genug, versicherte Hendrik Jahn. Vor allem der Biber sorge ständig für neue Arbeit. In den letzten Monaten hat er am großen Badesee wieder zahlreiche Bäume umgelegt. Einige stürzten ins Wasser. Am alten Baggersee gebe es mittlerweile so gut wie keinen Baum mehr, beklagten die Angler. Der Biber mache vor keiner Baumart mehr Halt. Dazu gräbt er Gänge, sorgt für Einbruchgefahr in den Uferbereichen. Am Sonnabend trugen die Männer überall Totholz zusammen, zersägten Stämme und schnitten Astwerk klein.
Ohne Hege und Pflege kein Angelvergnügen, steht für die Petrijünger fest. Mehr als 1400 Vereine zeigten am Wochenende landesweit bei Einsätzen Flagge. Man leiste letztlich auch einen Beitrag zum Naturschutz, betonte Hendrik Jahn. Mehr als 1000 Euro gebe der Verein jährlich für Fischbesatz aus. Und das nicht nur, um den Mitgliedern auch Angelerfolge zu sichern. In den Gewässern finden zahlreiche Vögel Nahrung. Für einige Vogelarten fertigt ein Vereinsmitglied jährlich Nistkästen an. Die werden an den Bäumen rund um die Gewässer angebracht. Zudem dienen die Kiesseen seit Jahren vielen Wildenten, Gänsen und Schwänen als Schlafplatz.