Dabei können die Gäste die Spezialitäten aus der Region und dem großen Dorfbackofen genießen. Sie lernen alte Handwerkskunst kennen, zum Beispiel von Thea Müller, die eine der letzten Korbmacherinnen des Oderbruchs ist. Und natürlich wird den Besuchern auch das Spinnen gezeigt, das einst für die Leute aus Baiersberg, Gerickensberg und Lehmannshöfel der Lebensinhalt sein sollte. Diese drei Dörfer hatte Friedrich II. nach dem Siebenjährigen Krieg als Spinnerdörfer anlegen lassen, für die Kolonisten angeworben wurden, die Wolle für die preußische Tuchindustrie spinnen sollten. Weil den Spinnern bald immer größere Lasten auferlegt wurden, waren sie so aufgebracht, dass Soldaten der Küstriner Garnison die Spinner in Schach halten mussten. Noch heute erinnert ein Spinnrad im Buschdorfer Wappen an diese Zeit der Spinnerdörfer.
Beim Backofenfest werden aber auch Dinge offenbart, die das Buschdorfer Leben der letzten Jahrzehnte bereichert haben. Und weil die Buschdorfer schon immer Musikliebhaber und kreative Freizeitgestalter waren, gibt beim 11. Backofenfest viel Musik zu hören, zum Beispiel von den Original Märkischen Musikanten oder vom dem Dudel- sackensemble "Berlin Thistle Pipes & Drum".
Während des Backofenfestes werden außerdem das Konzept zur Umgestaltung der Alten Schule und die dicksten Eichen im Oderbruch vorgestellt. Ausstellungen über Illusionsmalerei und den 20. Helpermaart im luxemburgischen Buschdorf sind zu sehen. Es finden verschiedene Wettbewerbe statt und ab 20 Uhr wird in die Buschdorfer Sommernacht getanzt.
Backofenfest in Buschdorf, Sonnabend ab 14 Uhr auf dem Festplatz im Ortsteil Lehmannshöfel