Marion Tauschke, Koordinatorin der Parkhelden, dankte für die vom Botanischen Verein initiierte und mit einer Baumspende vorbereitete Aktion.  Die Idee für die Ehrung des Botanikers und Universalgelehrten entstand während der letzten Jahrestagung ihres Verbandes nach einer Führung durch den Trebnitzer Schlosspark. Darüber informierte  die Vorsitzende des Botanischen Vereins von Berlin Brandenburg, Birgit Seitz. Sie erinnerte an die Leistungen des am 5. Februar 1714 in Leipzig geborenen Naturwissenschaftlers.
Nach einem Studium der Philosophie und Medizin an der Universität Leipzig arbeitete Gleditsch zunächst als Arzt unter anderem in Annaberg und Berlin. In folgenden Jahren half er aber auch Georg Friedrich von Ziethen in Trebnitz bei der weiteren Umsetzung eines außergewöhnlichen botanischen Gartenprojekts. 1737 veröffentlichte Gleditsch einen Katalog, der alle zu jener Zeit im Trebnitzer Schlosspark vorhandenen 3025 Pflanzen, einschließlich ihrer Unterarten von Kalt- und Warmpflanzen. Dazu gehörten auch exotische Gewächse wie Kaffee, Ananas und Bananen.  Das einzige erhaltene Exemplar dieses wertvollen Verzeichnisses befindet sich heute im Besitz der Universität Göttingen. Dank der Trebnitzer Parkhelden konnte es digitalisiert werden und ist heute im Internet für jeden zugänglich.
Ab 1740 wirkte Gleditsch als Kreisphysikus (Amtsarzt) von Lebus und im Jahr 1742 promovierte er in Frankfurt(Oder). Weltbekannt wurde der Arzt und Botaniker als Direktor des Botanischen Gartens von Berlin. Für seine  Leistungen benannte man eine Baumart, die Gledietschien, auch Lederhülsenbaum genannt, nach dem Naturwissenschaftler. Gleditsia-Arten wachsen als sommergrüne Bäume, die sich durch eine weit ausladende Gestalt auszeichnen. Sie ähneln  Robinien, sind mit ihnen jedoch nicht verwandt. An der Pflanzstelle in Trebnitz wird noch eine Tafel mit Informationen über den Arzt und Botaniker Gledirsch angebracht.(igo)